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Flühli lockt bald mit 62 Meter
langer Hängebrücke

Um das weite Wanderwegnetz aufzuwerten, will Flühli im Gebiet Chessiloch eine neue Hängebrücke bauen. Dafür lässt die Gemeinde rund 370'000 Franken springen.
Evelyne Fischer
Im Gebiet Chessiloch gibt es heute bereits eine Hängebrücke, die Wanderern einen Blick auf den dortigen Wasserfall ermöglicht. (Bild: Guido Küng, Fühli)

Im Gebiet Chessiloch gibt es heute bereits eine Hängebrücke, die Wanderern einen Blick auf den dortigen Wasserfall ermöglicht. (Bild: Guido Küng, Fühli)

In 40 Metern Höhe, oberhalb des Seebenbachs, soll sie installiert werden: die 62 Meter lange Hängebrücke. 7 Tonnen wiegt sie, trägt beinahe das Dreifache an Schneelast.

Die Gemeinde Flühli will mit dem Bauwerk im Gebiet Chessiloch eine sichere Bachüberquerung gewährleisten und damit das Wanderwegnetz aufwerten. Kostenpunkt: rund 370'000 Franken. Der weit grösste Brocken – 215'000 Franken – fällt dabei für den Stahl- und Brückenbau an. Den Kredit haben die 80 Bürger an der Gemeindeversammlung mit 76 zu 4 Stimmen vom Montagabend gutgeheissen.

Hängebrücke soll zwei Probleme lösen

«Das Chessiloch ist eine Naturschönheit mit einem riesigen Wasserfall», sagt Hans Lipp, Gemeindeammann von Flühli. «In Kanada würde man für diesen Anblick Eintritt zahlen.» Wanderungen in jenem Gebiet – rund 15 sind es an der Zahl – führen heute via Holzsteg über den Seebenbach. «Das betroffene Wegstück und der Steg wurden in der Vergangenheit wegen Hochwasser immer wieder beschädigt», sagt Lipp. «Mit der Erstellung der Hängebrücke lösen wir zwei Probleme. Zudem sparen wir uns intensive Unterhaltsarbeiten.» Der Gemeinderat geht aktuell davon aus, dass für die neue Hängebrücke höchstens Sicherheitskontrollgänge anfallen.

Geht es nach Lipp, soll die neue Sehenswürdigkeit zum Regionalmarketing des Waldemmentals beitragen – und auch Wertschöpfung generieren. «Wir hoffen, dass die Wanderer noch bei uns einkehren oder sich mit regionalen Produkten eindecken.»

Im besten Fall gehts im Spätherbst los

Mit dem Ja der Stimmbürger soll nun das Bewilligungsverfahren anlaufen und die Vergabe der Arbeiten starten. «Im Idealfall können wir im Spätherbst mit der Umsetzung beginnen», sagt Lipp. Er rechnet mit einer Bauzeit von zwei Monaten. Die kantonale Dienststelle Natur, Jagd und Fischerei habe «eine positive Beurteilung des Projektes vorgenommen», heisst es in der Botschaft.

Noch offen ist, was Naturschutzorganisationen vom Projekt halten. Lipp sagt dazu: «Weil wir den Besucherstrom mit der Brücke stärker lenken können, nehmen die Störungen von Flora und Fauna ab.»

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