FLÜHLI: Streit um die Lammschlucht

Für die Einsprache der Umweltorganisationen gegen das Lammschlucht-Kraftwerk zeigen die CKW kein Verständnis. Und das Projekt könnte sogar vor dem Richter landen.

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In diesem Gebiet planen die CKW ihr Kraftwerk: die
Lammschlucht in Flühli. (Bild: Archiv Eveline Beerkircher / Neue LZ)

In diesem Gebiet planen die CKW ihr Kraftwerk: die Lammschlucht in Flühli. (Bild: Archiv Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Nun wurden die angekündigten juristischen Schritte wahr gemacht. Bereits im Dezember kritisierten mehrere Umweltverbände das CKW-Kraftwerk bei der Lammschlucht. Und jetzt ist auch eine Einsprache von WWF, Pro Natura, Aqua Viva und die Fischer haben Einsprache gegen das Projekt eingelegt. Die Verbände befürchten vor allem eine Schädigung der Natur.

Einsprecher wollen Verhandlugen

«Im Idealfall werden sich die CKW nun mit uns nochmals an den Tisch setzen und weiter verhandeln», sagt Daniel Heusser, WWF Gewässerschutzexperte. Die Einsprecher signalisieren dabei auch Bereitschaft für ihre Anliegen bis vors Gericht zu gehen. Heusser: «Vor dem Regierungsrat werden die Chancen unserer Einsprache wohl eher gering sein, aber vor einem Gericht könnte es dann wieder anders aussehen.»

Vor allem bezüglich der Restwassermenge des geplanten Kraftwerks herrscht Uneinigkeit. Die Einsprecher sehen diese als «gesetzeswidrig» an. Dorothea Ditze, Fachverantwortliche Medien bei den CKW: «Mit unserer Restwassermenge von 600 Liter pro Sekunde werden sämtliche gesetzlichen Anforderungen erfüllt.» Das gesetzliche Minimum sieht 340 Liter pro Sekunde vor. «Es stimmt, dass die Restwassermenge über der gesetzlichen Mindestmenge liegt. Zwingend ist aber auch, dass Forellen mindestens eine Wasserhöhe von 20 Zentimeter vorfinden, damit sie überhaupt schwimmen können. Mit den 600 Litern pro Sekunde resultiert aber nur eine Höhe von 12 Zentimetern.», sagt Heusser. Es brauche eine Restwassermenge von 1000 Liter pro Sekunde.

Sasa Rasic

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