Fluglärm: Bundesrat lässt Emmen abblitzen

In einem Schreiben an den Emmer Gemeinderat erklärt Bundesrat Ueli Maurer, weshalb ein Flugverbot im Sommer nicht in Frage komme. Und er kündigt sogar noch mehr Flugverkehr an.

Drucken
Teilen
Die Patrouille Suisse beim Start in Emmen. (Bild: Keystone)

Die Patrouille Suisse beim Start in Emmen. (Bild: Keystone)

Zwei Monate hat die Antwort aus Bern auf sich warten lassen: Mitte Dezember ist sie nun endlich beim Emmer Gemeinderat eingetroffen. Mit dem Schreiben, das der Neuen Luzerner Zeitung vorliegt, reagiert Bundesrat Ueli Maurer auf einen Brief des Emmer Gemeinderates, der die Prüfung einer zweimonatigen Ruhephase für den Flugplatz Emmen während der Sommerzeit gefortert hatte.

Bundesrat Ueli Maurer zeigt in seinem Schreiben zwar Verständnis für die Emmer Bevölkerung, macht aber gleichzeitig deutlich: «Bei einer zweimonatigen Sommerpause ( ...) in Emmen müsste der Jetflugbetrieb komplett ab Payerne abgewickelt werden.» Dies sei nicht möglich, da eine solche Belastung der Region Payerne «kaum zumutbar» wäre. Zudem weise Emmen gegenüber den anderen Flugplätzen mit rund 3000 Jetflugbewegungen am wenigsten auf.

Noch mehr Flugverkehr

In seinem Schreiben kündigt Bundesrat Maurer sogar noch mehr Flugverkehr an. Grund dafür sind die 22 neuen Kampfflugzeuge des Typs Saab Gripen, die der Bund vorraussichtlich ab 2015 als Teilersatz für die Tiger-Flotte kaufen möchte. Wie aus dem Schreiben von Bundesrat Ueli Maurer hervorgeht, «dürfte der Tiger-Teilersatz für Emmen ein Mehr an Jetflugbetrieb mit sich bringen».

Christian Hodel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.