FLUGLÄRM: «Verheerende Folgen» für Emmen befürchtet

Die Lärmbelastung auf dem Flugplatz Emmen soll nicht zunehmen und vor allem die Sommerpause beibehalten werden. Das fordern 20 Emmer Einwohnerräte in einem Postulat.

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Eine F/A-18 beim Start auf dem Flugplatz Emmen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Eine F/A-18 beim Start auf dem Flugplatz Emmen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Jetlärm soll gleichmässiger übers Land verteilt werden. Unter anderem auch deshalb, weil in Meiringen und Sitten Stimmen aus Tourismus und Politik laut geworden sind, die eine Reduktion der Flugbewegungen auf ihrem Flugplatz fordern. Infrastrukturell jedenfalls wäre eine Verlagerung von 2000 zusätzlichen Flugbewegungen von Meiringen nach Emmen problemlos möglich – was einer Verdopplung entspräche.

F/A-18-Zunahme bereitet Sorgen
Nun schaltet sich in Emmen die Politik ein. Am (heutigen) Mittwoch ist im Namen der Einwohnerräte der SP, der Grünen und der FDP-Fraktion in corpore sowie von zwei SVP-Einwohnerräten ein Postulat zuhanden des Gemeinderats eingegangen. Der Flugplatz Emmen geniesse in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz, heisst es darin. Das Gleichgewicht sei aber labil, wie der grosse Widerstand gegen die zivilen Ausbaupläne des Flugplatzes gezeigt habe. Besorgt ist man vor allem über die erwartete Zunahme der F/A-18-Bewegungen. Der Lärm dieses Typs sei deutlich lauter als etwa derjenige eines Tiger-Kampfjets.

Auch Auswirkungen auf Luzern
«Eine Verdoppelung der Jetflugbewegungen und eine Streichung der Sommerpause würde die Lebensqualität im Einzugsgebiet des Flugplatzes Emmen und vor allem in der Standortgemeinde zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität führen» – dies hätte «verheerende Folgen» für die Entwicklung der Gemeinde, wie es weiter heisst. Ob Investoren unter diesen Bedingungen noch bereit wären, in der Feldbreite zu investieren, sei offen und würde gemäss den Unterzeichnern auch die Tourismusregion Luzern erheblich in Mitleidenschaft ziehen. Der Gemeinderat wird aufgefordert, sich beim Kanton und beim Bund mit allen Kräften dafür einzusetzen, dass die Lärmbelastung auf dem Flugplatz Emmen nicht zunehme und dass vor allem die Sommerpause beibehalten werden könne.

Das Stationierungskonzept soll dem Parlament im Herbst 2009 zusammen mit der Botschaft zum Tiger-Teilersatz unterbreitet werden.

scd/ds