FLUGPLATZ EMMEN: Maurer warnt vor übertriebenen Erwartungen

Bundesrat Ueli Maurer hat sich am Montag auf dem Militärflugplatz Emmen mit Vertretern der Regierung des Kantons Luzern und der Gemeinde Emmen getroffen. Für die Anliegen der Region zeigte er ein offenes Ohr.

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Bundesrat Ueli Maurer. (Bild EQ)

Bundesrat Ueli Maurer. (Bild EQ)

Am Mittwoch hat auf dem Militärflugplatz in Emmen eine Aussprache stattgefunden, wie die Gemeinde mitteilt. Auf Seiten des VBS waren Bundesrat Ueli Maurer, VBS-Vorsteher, Korpskommandant Markus Gygax, Kommandant der Schweizer Luftwaffe, Divisionär Eugen Hofmeister, Kommandant Territorialregion 2 und Oberst Peter Rohrer, Kommandant Flugplatzkommando EMMEN anwesend. Regierungsrätin Yvonne Schärli, Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements, vertrat den Kanton Luzern. Die Gemeinde Emmen wurde vertreten durch Thomas Willi, Gemeindepräsident, und den Gemeinderäten Rolf Born und Urs Dickerhof.

Keine Abnahme in Sicht
Ziel war, dass sich Bundesrat Ueli Maurer ein umfassendes Bild über die Situation in der Region machen konnte. Bundesrat Ueli Maurer zeigte Verständnis für die Situation, wie es weiter heisst. Er gab jedoch zu bedenken, dass er in allen Flugplatzregionen mit den gleichen Forderungen und Erwartungen konfrontiert werde. Die erforderliche Zahl der Flugbewegungen werde im Durchschnitt in den nächsten Jahren nicht abnehmen, da die Anzahl Bewegungen vom erforderlichen Training der Piloten und nicht von der Anzahl Flugzeuge abhänge. Um das Stationierungskonzept definitiv anpassen zu können, sei der Entscheid in Sachen Tiger-Teilersatz (TTE) abzuwarten. Ziel sei auch, die Thematik transparent anzugehen. Es gehe um eine vernünftige Verteilung über alle Militärflugplätze, ohne in den Entscheidungen eine Region gegenüber den anderen zu bevorzugen oder zu benachteiligen.

Akzeptanz betont
Regierungsrätin Yvonne Schärli und Gemeindepräsident Thomas Willi nutzten die Gelegenheit darzulegen, wie die Situation in der Region aussieht. Beide wiesen auf die hohe Akzeptanz des Militärflugplatzes hin und unterstrichen die grosse Bedeutung der 335 VBS- sowie der rund 1000 Ruag-Arbeitsplätze für die Region. Gleichzeitig unterstrichen sie, dass der Militärflugplatz Emmen im heutigen betrieblichen Umfang von der Bevölkerung, der Wirtschaft und dem Schutzverband breit getragen wird. Dieses Gleichgewicht gelte es zu erhalten. Sie bedankten sich auch für die Möglichkeit der konstruktiven Mitarbeit.

scd