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FLUGUNGLÜCK: Bekannter Grepper Pilot stirbt bei Start in Arosa

Bei einem Flugzeugabsturz in Arosa sind am Wochenende ein 73-Jähriger aus Greppen und eine 69-jährige Weggiserin verstorben. Beide waren in der Region bekannte Persönlichkeiten.
Kilian Küttel
Überreste des Flächenfliegers, der nach dem Start mit der Stahlseilbrücke kollidierte. (Bild: Kantonspolizei Graubünden (Arosa, 24. März 2018))

Überreste des Flächenfliegers, der nach dem Start mit der Stahlseilbrücke kollidierte. (Bild: Kantonspolizei Graubünden (Arosa, 24. März 2018))

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Samstagnachmittag, 15.15 Uhr: Auf der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden geht die Meldung ein, in Arosa sei ein Flugzeug mit einer Stahlseilbrücke kollidiert. Der sogenannte Flächenflieger konnte beim Startmanöver nicht abheben, fuhr in den quer zur Startbahn verlaufenden Fussgängersteg, überschlug sich und fing Feuer. Dieses konnten Helfer der Organisatoren und Zuschauer mit vor Ort vorhandenen Feuerlöschern selber löschen. Die angerückte Aroser Feuerwehr barg die beiden Insassen unter dem Einsatz hydraulischen Schneidewerkzeugs aus dem Wrack.

An Bord befanden sich gemäss der Mitteilung der Kantonspolizei Graubünden zwei Personen: eine 69-jährige Frau und der 73-jährige Pilot. Erstere verstarb noch auf der Unfallstelle, der Pilot in der Nacht auf Sonntag im Universitätsspital Zürich. Er wurde nach dem Unfall durch die Rega erst ins Churer Kantonsspital, dann nach Zürich geflogen.

Wie Recherchen unserer Zeitung zeigen, handelt es sich bei den Opfern um Dora G. aus Weggis und Leo C. aus Greppen. Dessen Tochter bestätigt den Todesfall auf Anfrage, will sich aber nicht weiter zu den Geschehnissen äussern.

«Ich wollte immer fliegen»

Leo C. galt als sehr erfahrener Segelflieger, Helikopter- und Gletscherpilot. Unter anderem flog er 1984 zusammen mit Papst Johannes Paul II. im Superpuma durch die Schweiz. Zudem war er über 50 Jahre lang Bergführer und von 1989 bis 1993 Präsident des internationalen Bergführerverbandes. 1990 machte er eine Bergtour mit dem damaligen Bundesrat Adolf Ogi. Von 1972 bis 1982 stand der ausgebildete Forstingenieur in Diensten des Königs von Bhutan im Himalaja-Gebiet.

Bis zu seinem Tod führte Leo C. mit seiner Tochter in Baar ein Versicherungsunternehmen, das auf Aviatik-Angebote spezialisiert ist. Ebenso hat der gebürtige Bündner die Heli Bernina AG mit Sitz in Samedan mitgegründet. In einem Interview mit unserer Zeitung sagte C. im Jahr 2010: «Fliegen ist meine Leidenschaft – neben dem Beruf als Bergführer. Ich wollte immer fliegen.»

Auch Dora G. ist in den Seegemeinden eine bekannte Persönlichkeit, da sie das Hotel Beau Rivage in Weggis geleitet hat. Und zwar während 36 Jahren, ehe sie das Haus 2013 verkaufte und in Pension ging.

Der Unfall ereignete sich im Rahmen der Flugveranstaltung «80 Jahre Winterluftpost» des Aero-Clubs Ostschweiz. Für das Fly-In 2018 Arosa-Lenzerheide hatten sich 20 Piloten angemeldet. Diese starteten und landeten auf Schneepisten. Zugelassen waren nur Piloten mit Hochgebirgslizenz.

Der Anlass wird seit 2012 regelmässig durchgeführt. Bisher ist es noch nie zu einem Unglück gekommen, sagte Pressechef Felix Meier am Sonntag auf Anfrage. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat die Abklärungen zur Unfallursache aufgenommen. Für eine Stellungnahme war am Sonntag bei der Sust niemand erreichbar.

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