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Der Fluhmühlepark im Stadtteil Littau wird kleiner als geplant

Der Stadtrat will den Bebauungsplan des Quartiers Fluhmühle-Lindenstrasse in zwei Etappen umsetzen.
Simon Mathis
Das Eingangsschild beim Fluhmühlepark wird vorübergehend einen kleineren Park schmücken müssen. (Bild: Dominik Wunderli, 23. Mai 2017)

Das Eingangsschild beim Fluhmühlepark wird vorübergehend einen kleineren Park schmücken müssen. (Bild: Dominik Wunderli, 23. Mai 2017)

Der Reussbühler Fluhmühlepark neben der Hauptstrasse, die parallel zu Reuss und Bahntrassee verläuft, muss demnächst einem Bauplatz des Kanton Luzern weichen. Um 2021 beginnen nämlich die Arbeiten am Hauptstrassen-Abschnitt Fluhmühle bis zur Einmündung Lindenstrasse. Für 20,1 Millionen Franken soll der Abschnitt auf drei Spuren verbreitert werden.

Im Rahmen der Quartierentwicklung Fluhmühle-Lindenstrasse plante der Stadtrat, einen grosszügigen Ersatz für den Park zu gestalten. Entstehen sollte dieser auf der jetzigen Häuserreihe zwischen Fluhmühlestrasse und der Bahnlinie, die aus dem Zimmereggtunnel kommt. Daraus wird nun aber vorerst nichts.

Einigung mit Eigentümern steht noch aus

Stadträtin Manuela Jost (GLP) erläutert: «Wir konnten noch keine Einigung mit den Grundeigentümern erzielen.» Die Investition wäre für die Stadt zu hoch, um die nötigen Grundstücke zu erwerben. Von einem Enteignungsverfahren sehe der Stadtrat ab – das dauere zu lange und habe hohe Prozessrisiken. «Der neue Fluhmühlepark muss bereits in zwei Jahren stehen», so Jost.

Deshalb habe sich der Stadtrat dazu entschieden, vorerst einen kleineren Park rund um die Unterführung unter der Bahnlinie Richtung Bern zu realisieren. Dort, wo sich heute ein Kiesplatz befindet, soll in zwei Jahren zumindest ein Provisorium sein.

«Die Stadtgärtnerei hat mit der Parkplanung bereits begonnen. Aber wir werden wohl nicht rechtzeitig fertig sein.»

Sollte das der Fall sein, werde man 2021 den türkisfarbenen Wohnwagen, der als Treffpunkt für Kinder diene, im jetzigen Park an den neuen Standort stellen. Auch Sitzgelegenheiten soll es geben. Parallel werde an der Gestaltung des Parks weiter gearbeitet. «Uns ist wichtig, dass es weiterhin einen zentral gelegenen Treffpunkt hat», so Jost. Die Stadt verhandle über einen Kauf der zwei nötigen Grundstücke – die Zeichen dafür stünden gut. Für das Parkprovisorium beim Kiesplatz strebt die Stadt eine Nutzungsvereinbarung mit der Besitzerin, der Steiner Group AG, an.

Zwei weitere Plätze fürs Quartier

Die Hoffnung, den Park später noch in Richtung Osten auszubauen und in der geplanten Grösse zu realisieren, gibt der Stadtrat noch nicht auf. «Es ist durchaus denkbar, dass das geschieht», so Jost. «Wann das der Fall sein würde, kann ich aber nicht sagen. Das hängt auch von den Interessen der Grundeigentümer ab.»

Neben dem neuen Fluhmühlepark sollen im Quartier zwei weitere öffentliche Plätze entstehen: der Lindenplatz am nördlichen Ende der Lindenstrasse und ein Park mit Kulturbauten direkt auf der anderen Seite des neuen Fluhmühlenparks. Die Bauten sollen Restaurants und Kulturangebote beherbergen.

Diese Vorhaben gehören zum Bebauungsplan Fluhmühle-Lindenstrasse, den der Stadtrat nun neu in zwei Etappen umsetzen will. Die erste Etappe umfasst das Gebiet Lindenstrasse mit dem neuen Fluhmühlepark. Die zweite Etappe betrifft das Gebiet Fluhmühle. Manuels Jost:

«Die Baupläne im Gebiet Lindenstrasse sind viel weiter fortgeschritten als in der Fluhmühle.»

Mit der zweiten Etappe wolle man zuwarten, bis die Nutzungsabsichten der Grundeigentümer klar seien. Das könne fünf bis zehn Jahre dauern. Ziel des Bebauungsplanes ist unter anderem, das Quartier mit attraktiven Aussenräumen aufzuwerten. Der Stadtrat ist bestrebt, das Kleingewerbe und Kreativmilieu im Quartier zu behalten.

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