Auf dem Franziskanerplatz fällt Weihnachten dieses Jahr aus – so steht es um andere Luzerner Weihnachtsmärkte

Die strengen Schutzmassnahmen und das finanzielle Risiko zwingen die Macher zur Kapitulation. Bei «Venite», Rudolfs Weihnachtsspektakel, «Life on Ice» und beim Wintervergnügen wird noch diskutiert.

Sandra Monika Ziegler
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Die Interessengemeinschaft Luzerner Herbstmesse und Märkte (IG LHMM) hat sich entschieden: Der Lozärner Wienachtsmärt auf dem Franziskanerplatz fällt dieses Jahr aus. Die Enttäuschung ist gross, so auch bei Rico De Bona, Präsident der IG: «Wir haben vor der Realität kapituliert. Wir können die Vorgaben auf dem Franziskanerplatz nicht umsetzen, dafür ist er einfach zu klein.»

Der letztjährige Weihnachtsmarkt auf dem Franziskanerplatz.

Der letztjährige Weihnachtsmarkt auf dem Franziskanerplatz.

Bild: Manuela Jans-Koch (5. Dezember 2020)

Ein Verzettelung killt den Charme

Keine Option sei für die IG gewesen, mit weniger Ständen den Markt durchzuführen: «Das hätte das ganze Ambiente zerstört. Und wir hätten auch den ganzen Platz abriegeln, die Besucherströme leiten und auch Personendaten aufnehmen müssen. Wir sind aber eine Non-Profit-Organisation, haben weder die personellen noch die finanziellen Mittel dafür.»

Eine Ausweitung des Marktes auf die Bahnhofstrasse oder Richtung Alte Suitersche Apotheke sei keine Option gewesen. «Die Verzettelung hätte die Eingangskontrollen noch verschärft», sagt De Bona. Mit der jetzigen Absage wolle man allen Involvierten eine Planungssicherheit im Hinblick auf finanzielle Investitionen geben. Rico De Bona trifft es hart:

«Ich bin als Präsident gewählt worden zum Realisieren, doch bis jetzt konnte ich nur Absagen erteilen.»

Chance für neue Formate

«Venite», der internationale Weihnachtsmarkt auf dem Kapellplatz, findet vom 17. bis 20. Dezember statt aber kleiner, wie OK-Präsident Albert Schwarzenbach erklärt: «Die Bühne und das Esszelt gibt es dieses Jahr nicht.» Klar gesetzt sind die Konzerte in der Kirche und der Kirchenstand. «Damit bleibt ‹Venite› ein Begegnungsort und mit der Kirche haben wir eine starke Partnerin. Auch ist in der Kirche mit den 40 Plätzen das Schutzkonzept einfach umzusetzen und wir sind wetterunabhängig.» Schwarzenbach sieht in der aktuellen Situation eine Chance, um neue Formate auszuprobieren. Ganz verworfen wurde die Idee, die Zahl der Stände von 24 auf 16 zu reduzieren, dafür seien die Auflagen zu hoch, könnten etwa die Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Jetzt müsse noch die Option mit 8 Ständen diskutiert werden.

Noch nicht bestimmt ist, ob ab dem 21. November bis zum 23. Dezember auf dem Inseli Rudolfs Weihnacht durchgeführt wird. Das Organisationsteam kann noch kein Statement abgeben. Ebenfalls offen ist die Durchführung vom Wintervergnügen im Vögeligärtli, auch hier war niemand erreichbar. Und noch in Planung ist der Event «Life on Ice», der von Luzern Tourismus durchgeführt wird. Auf Anfrage wird gesagt: «Es ist geplant den Anlass durchzuführen. Doch aktuell werden noch Sicherheitskonzepte diskutiert.»

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