FRANZISKANERPLATZ: Dachstock von historischen Häusern brannte

Ein Dachstock in der Luzerner Altstadt brennt aus. Die Folgen: Rund 170 Evakuierte, eine Teenagerin mit Verdacht auf Rauchvergiftung und ein immenser Sachschaden an drei Gebäuden.

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Der Brand in den Dachstöcken führte zu einer grossen Rauchentwicklung. (Bild Ernst Baumann)

Der Brand in den Dachstöcken führte zu einer grossen Rauchentwicklung. (Bild Ernst Baumann)

Betroffen sind die historischen Häuser am Franziskanerplatz 7-9 bei der Franziskanerkirche (siehe Karte unten). Wie die Stadtpolizei Luzern mitteilt, ist der Alarm bei der Feuerwehr um 12.47 Uhr eingegangen. Sofort sei – da es sich um einen Dachstockbrand handelt – Grossalarm ausgelöst worden, das Aufgebot für ein Kontingent aus insgesamt 110 Feuerwehrleuten aus Luzern, Emmen und Littau. Zudem war ein Rettungswagen des Sanitätsnotrufs 144 mit Crew und mehrere Patrouillen der Stadtpolizei vor Ort. Der Einsatz dauerte 4½ Stunden.

20 Personen evakuiert
Das Feuer sei vom Dachstock des Hauses am Franziskanerplatz 9 auf zwei weitere Gebäude übergegangen, habe dann aber unter Kontrolle gebracht werden können. Rund 20 Personen hätten aus den betroffenen Häusern evakuiert werden müssen, heisst es weiter; diese seien unverletzt geblieben. Ebenfalls evakuiert wurden rund 150 Schüler und Schülerinnen des Schulhauses der Fach- und Wirtschaftsmittelschule Luzern.

Im Umfeld des Brandes hat sich rasch eine grosse Traube von Schaulustigen gebildet. Eine 16-Jährige Passantin kam in unmittelbarer Nähe zum Brandplatz in eine Rauchwolke und musste mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung hospitalisiert werden. Zwei ältere Damen erlitten beim Anblick der Flammen einen Schwächeanfall. Sie wurden vorübergehend durch die Sanitätsabteilung der Feuerwehr betreut.

Häuser nicht mehr bewohnbar
Der Dachstock brannte aus und die darunter liegenden Stockwerke der drei Wohn- und Geschäftshäuser erlitten starken Wasserschaden. Die Häuser sind nicht mehr bewohnbar. Vom Feuer betroffen waren zehn Wohnungen. Auch das Restaurant Carpe Diem wurde in Mitleidenschaft gezogen. Hoher Sachschaden entstand, der zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden kann. Der Schadenplatz ist von der Feuerwehr in der Nacht auf Mittwoch überwacht worden.

Die Ursache ist noch unbekannt. Die Brandspezialisten der Kantonspolizei Luzern haben die Ermittlungen aufgenommen. Doch die Gerüchteküche brodelt: «Arbeiter hätten beim Kücheneinbau geschlampt, seien einfach in die Mittagspause gegangen und hätten alles liegen lassen, will eine Anwohnerin wissen», meldet die Gratiszeitung «.ch» am Mittwoch.

scd

Quelle: mapsearch.ch