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Französisch erhitzt die Gemüter

Der Kanton Luzern überlegt sich, in der 5. und 6. Klasse eine zusätzliche Französischlektion einzuführen. Kosten soll sie nichts.
Drei statt zwei Stunden Französisch: Das soll künftig auch für die Schüler des Schulhauses Säli (Bild) im Luzerner Bruchquartier gelten. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Drei statt zwei Stunden Französisch: Das soll künftig auch für die Schüler des Schulhauses Säli (Bild) im Luzerner Bruchquartier gelten. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Mit zwei Lektionen pro Stunde lässt sich keine Fremdsprache erlernen – das ist die Meinung von Experten. Und das wird momentan im Kanton Luzern praktiziert. Vielleicht nicht mehr lange. Geht es nach der Regierung, könnte in den beiden Klassen schon bald eine dritte Französischlektion dazukommen.

Luzern mit tiefer Lektionenzahl

Charles Vincent, Leiter des Amtes für Volksschulbildung des Kantons Luzern sagt: «Wir rechnen damit, dass wir bis im Schuljahr 2015/2016 drei statt zwei Lektionen Französisch in der 5. und 6. Klasse anbieten.» Ausserdem wäre auf den beiden Klassenstufen auch eine zusätzliche Lektion Musik denkbar. Weil der Kanton Luzern auf der Primarstufe eine eher tiefe Lektionenzahl aufweise, sei eine solche Aufstockung durchaus sinnvoll.

Allerdings soll die Aufstockung budgetneutral geschehen, sprich: die Lohnsumme der Lehrer soll durch diese Massnahmen nicht erhöht werden. Ob und welche Lektionen im Gegenzug abgebaut würden, sei noch völlig offen, sagt Charles Vincent auf Anfrage. Allerdings könnte man sich vorstellen den Halbklassenunterricht dafür zu reduzieren. Sprich: Wo die Lehrer bisher in einem engeren Betreuungsverhältnis mit einer Halbklasse arbeiten, könnten sie dies möglicherweise nicht mehr tun, weil die Manpower in die zusätzliche Sprachenlektion fliesst.

Lehrer wehren sich

Keine Freude an der Idee der Regierung hat der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband. Präsidentin Annamarie Bürkli weibelt schon seit längerem für nur eine Fremdsprache an der Primarschule – sie erhält dabei Sukkurs von den Kollegen in Zug und Nidwalden. In Zug wurde allerdings vor sechs Jahren eine Initiative für nur eine Fremdsprache auf der Primarschule abgelehnt.

Einen Mittelweg geht der Kanton Uri, der zwar eine zweite Fremdsprache auf der Primarstufe anbietet, dies aber freiwillig. Seit die zweite Fremdsprache nur noch freiwillig angeboten werde, seien auch die Leistungen gestiegen, sagte der Tumasch Cathomen, Präsident des Lehrervereins Uri schon früher gegenüber unserer Zeitung.

Kritisiert wird von Seiten der Luzerner Lehrer auch, dass die Aufstockung der Lektinenzahl budgetneutral erfolgen soll.

Luzia Mattmann

Zwei Sprachen auf der Primarstufe

In Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden gilt bei den obligatorischen Fremdsprachen das System 3/5: Englisch wird ab der 3. und Französisch ab der 5. Primarklasse eingeführt. Unterschiedlich ist, wie viele Lektionen für den Sprachunterricht zur Verfügung stehen.

Sonderfall Uri
In Uri wird Englisch ab der 3. Klasse und Französisch ab der 7. Klasse unterrichtet. Italienisch kann als Wahlpflichtfach in der 5. und 6. Klasse belegt werden. lm

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