Kriminalgericht Luzern verurteilt Frau wegen sexuellen Missbrauchs

Eine Frau musste sich am Freitag vor dem Kriminalgericht Luzern verantworten, weil sie 2011 als 18-Jährige zusammen mit ihrem 17-jährigen Freund eine 13-Jährige mit Alkohol abgefüllt und sexuell missbraucht haben soll.

Drucken
Teilen

(sda) Die Staatsanwaltschaft hatte wegen sexuellen Handlungen mit einem Kind eine bedingte Geldstrafe von 270 Tagessätzen à 90 Franken beantragt. Dazu forderte sie eine Busse von 2000 Franken. Der ebenfalls zur Anklage gebrachte Vorwurf der Verabreichung von gesundheitsgefährdenden Stoffen an Kinder ist verjährt. Die Verteidigung forderte einen Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die der heute 28-jährigen vorgeworfenen und vom Gericht als erwiesen erachteten Taten fanden 2011 statt. Das Opfer, eine damals gute Freundin der Beschuldigten, erstattete erst 2017 Anzeige. Die Beschuldigte machte zu den Vorwürfen keine Aussagen. Sie sagte vor dem Kriminalgericht nur, die «ganze Geschichte» sei eine «Lüge».

Auch der damalige 17-jährige Freund der Beschuldigten, der gemäss des Kriminalgerichts Luzern an den Taten beteiligt war, hatte zu den Vorwürfen keine Aussagen gemacht. Sein Verfahren, das noch unter das Jugendstrafrecht fiel, wurde im Kanton St. Gallen eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft warf der Beschuldigten vor, ihrer fünf Jahre jüngeren Freundin «pinken Vodka» verabreicht zu haben. Danach habe sie die sexuell unerfahrene Freundin an Geschlechtsteilen berührt und geleckt. Schliesslich habe sie das Mädchen aufgefordert, mit ihrem Freund zwei Mal Sex zu haben.