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Kommentar

Frauen-Schub bei den Wahlen

Chefredaktor Jérôme Martinu über den Öko- und Frauenschub bei den Eidgenössischen Wahlen 2019.
Jérôme Martinu
LZ-Chefredaktor Jérôme Martinu.

LZ-Chefredaktor Jérôme Martinu.

42 Prozent! Der Frauenanteil ist mit dem Wahlresultat um 10 Prozentpunkte gewachsen – eine tolle Steigerung. Nicht nur die Grünen und GLP haben also die Herbstwahlen geprägt. 84 von 200 Sitzen besetzen Frauen nun im Nationalrat, 2015 waren es erst deren 64. Im Ständerat steigt der Anteil zwar erfreulicherweise auch. Insgesamt sind die Politikerinnen dort aber nach wie vor leider eklatant untervertreten.

Immerhin, aus unserer Region ziehen gleich zwei Neue ins Stöckli, die CVPlerinnen Andrea Gmür für Luzern und Heidi Z’graggen für Uri. Sie sind Teil des Frauen-Schubs, den es auch in den sechs Zentralschweizer Kantonen gibt. Neun statt vormals fünf Vertreterinnen sind nun in den Eidgenössischen Räten. Und in Zug und Obwalden sind gar zum ersten Mal überhaupt Frauen gewählt worden.

Öko- und Frauen-Schub: Ist das nun gut oder schlecht für die eidgenössische Politik? Die Wertung der massiven Wähleranteilssteigerung bei Grünen und GLP ist eine Frage der politischen Einstellung. Beim Frauen-Schub hingegen spielt die Parteiensympathie keine Rolle: Es darf von links bis rechts gejubelt werden. 50,4 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind weiblich. Je markanter ein Schritt hin zur (nummerischen) Gleichberechtigung, umso besser. Denn es muss nachdenklich stimmen, dass es auf dem Weg zu dieser Selbstverständlichkeit nicht schneller vorwärts geht. Erfreulich ist jedoch die Rekordzahl an Politikerinnen im Kandidatenfeld. Das zeigt unter anderem: Es geht auch ohne Quotenregelung.

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