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Inline-Skater: Freie Fahrt durch die Region Luzern

Auch diesen Sommer rollen wieder Inline-Skater in organisierten Gruppen von mehreren hundert Teilnehmern durch die Region Luzern. Das Konzept ist simpel, der Erfolg gross.
Ines Häfliger
Der Auftakt zum ersten «Monday Night Skate» am 25. Juni 2018 beim KKL Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann)

Der Auftakt zum ersten «Monday Night Skate» am 25. Juni 2018 beim KKL Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Strasse nur für sich alleine zu haben – das wünscht sich wohl jeder Inlineskater ab und zu. Die Realität sieht anders aus. Besonders auf Luzerns Strassen herrscht oft dichtes Gedränge. Doch an einigen Tagen im Jahr geht der Traum vieler «Inliner» in Erfüllung, wenn auch nur für zwei Stunden.

Möglich macht es der Monday Night Skate. Die Strassen werden für den Anlass gesperrt, die Inlineskater haben freie Fahrt. Jeder, der sich sicher auf den schmalen Rädern fühlt, kann sich der Gruppe anschliessen. Eine Anmeldung wird nicht benötigt, die Mitfahrt ist kostenlos. Einzige Voraussetzung ist trockene Witterung.

Zürich machte den Anfang

«Die Dynamik ist super. Durch die abgesperrte Stadt zu fahren ist ein absolut einmaliges Erlebnis», meint eine Zürcherin, die regelmässig am Monday Night Skate teilnimmt. Mit dieser Begeisterung steht sie nicht alleine da. Seit fünfzehn Jahren finden sich jedes Mal Hunderte ein, um bei der Tour durch Stadt und Agglomeration Luzern mitzufahren. Importiert wurde das Format aus Zürich. Dort trafen sich Ende der 90er-Jahre regelmässig Inlineskater und Rollschuhfahrer für eine Ausfahrt.

Als die Polizei auf den Szenentreff aufmerksam wurde, gründeten die Zürcher den Verein Monday Night Skate und holten im Jahr 2000 eine offizielle Bewilligung ein. In den Folgejahren schlossen sich weitere Schweizer Städte dem Verein an. Bis 2008 koordinierte ein gesamtschweizerisches Organisationskomitee die Veranstaltung. Mittlerweile sind die einzelnen Städte autonom und führen die Rundfahrt in Eigenregie durch.

Die Polizei fährt immer mit – per Velo oder Töff

In Luzern ist ein vierköpfiges Team für die Planung und Koordination zuständig. Der Aufwand sei gross: sowohl vor als auch während der Rundfahrt, so OK-Mitglied Brigitte Albisser. Das Einholen von Bewilligungen und das Abfahren von Routen kostet den Organisatoren viel Zeit und Nerven. Doch die sorgfältige Planung ist zentral für die Sicherheit der Teilnehmer. «Unfälle gibt es kaum», sagt Brigitte Albisser.

Die meisten Teilnehmenden seien bereits seit Jahren dabei und würden sich korrekt verhalten. Schürfwunden und kleinere Stürze kämen aber vor. Für den Ernstfall ist man trotzdem gewappnet: Ein Besenwagen fährt mit der Truppe mit. Zudem begleiten mindestens zwei Polizisten die Inlineskater auf dem Motorrad, oft sind auch Velopolizisten mit dabei. Gemeinsam mit freiwilligen Helfern halten sie vorübergehend den Verkehr auf.

Inoffizielle Regeln sorgen zusätzlich für eine sichere Fahrt. «Wenn jemand die Hände hebt, bremst die ganze Gruppe» so Brigitte Albisser.

Eine klar definierte Zielgruppe hat der Monday Night Skate nicht. Die meisten Teilnehmer sind zwar um die 25 Jahre alt, doch es gibt auch solche im Pensionsalter. Einige Inlineskater kommen in grossen Gruppen, andere zu zweit oder alleine. Für Hobbysportler ist die Veranstaltung ein geselliger Event, Inlineprofis sehen den Monday Night Skate als lockeres Training. Eines hätten die Inlineskater aber gemein, sagt Brigitte Albisser: «Die Freude an der Bewegung.»

Der nächste Luzerner Monday Night Skate findet am Montagabend statt. Die Ausfahrt startet um 20 Uhr, Treffpunkt ist um 19 Uhr beim Europaplatz. Weitere Infos finden Sie unter: www.nightskate.ch/luzern

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