FREIER PERSONENVERKEHR: Mehr Verstösse wegen Schwarzarbeit

Laut der Dienststelle Wirtschaft und Arbeit des Kantons Luzern hat der freie Personenverkehr nicht zu Lohn- und Sozialdumping geführt. Dafür stiegen die Verstösse wegen Schwarzarbeit markant.

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Arbeiter auf Baustelle. (Sym­bol­bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Arbeiter auf Baustelle. (Sym­bol­bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Gute Noten für die meldepflichtigen Luzerner Unternehmen: Die Tripartite Kommission Arbeitsmarkt (TKA) attestiert den Unternehmen grundsätzlich ein korrektes Verhalten, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Die Kommission überwacht die Einhaltung der orts- und branchenüblichen Löhne und Arbeitsbedingungen und kommt zum Schluss, dass der freie Personenverkehr letztes Jahr im Kanton Luzern nicht zu Lohn- und Sozialdumping führte.

Gegenüber 2007 führten die Kommission 70 Prozent mehr Kontrollen in Betrieben und an Einsatzorten durch. Pro Kontrolle wurden durchschnittlich 1,88 Personen überprüft. Bei 797 Betriebskontrollen mit 1632 betroffenen Personen kam es zu 42 Sanktionen (22 Meldeverstösse, 11 Verständi­gungsverfahren wegen Lohnunterschreitung, 9 Dienstleistungsverbote.

Mehr Hinweise auf Schwarzarbeit
Ausserdem meldete die Staatskanzlei weiter, dass im letzten Jahr die Hinweise über vermutete Verstösse wegen Schwarzarbeit markant zugenommen haben. Zurückgeführt wird dies auch auf die Informations- und Sensibilisierungskampagne des Bundes wegen des neuen Bundesgesetzes über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit, das Anfang 2008 in Kraft getreten ist.

red