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Wanderbühne bringt Freiluftspektakel auf Luzerns Pflastersteine

Das Variété Pavé gastiert ab Dienstag in Luzern an zwei neuen Standorten. Auch in der fünften Saison überzeugt das Programm mit der Mischung aus Zirkusdisziplinen und einer Prise Nostalgie.
Yvonne Imbach
Akrobatisch: Emanuele Occhipinti im Variété Pavé. (Bild: PD/Arthur Häberli)

Akrobatisch: Emanuele Occhipinti im Variété Pavé. (Bild: PD/Arthur Häberli)

«Pavé» ist das französische Wort für «Pflasterstein» – und unter diesem Namen geht das Variété Pavé diesen Sommer zum fünften Mal auf die Reise durch die Schweiz und präsentiert seine kleine feine Variété-Schau in den Städten dieses Landes. In Luzern wird der ehemalige Bauwagen, der mit wenigen Handgriffen zur nostalgischen Bühne umgebaut wird, ab Dienstagabend im Vögeligärtli gastieren.

Der bisherige Spielort auf dem Jesuitenplatz steht dem Ensemble nicht mehr zur Verfügung. Variété-Direktor und Gründungsmitglied Rafael Kost bedauert dies: «Der Jesuitenplatz war einer unserer besten Spielorte. Weil das Luzerner Theater den Platz für seinen Holzpavillon beansprucht, geht das nicht mehr.» Doch die Alternative kommt bei Rafael Kost auch gut an. «Wir spielen erstmals an zwei Plätzen, ab Donnerstag auf dem Weinmarkt. Dies war ein lang gehegter Wunsch, für mich der Platz für ein Freilufttheater schlechthin.»

Jedes Jahr neue Besetzungen

Dieses Jahr besteht das Ensemble aus Eva Cremak (als Frölein Nelly) aus Langnau im Emmental und Emanuele Occhipinti (als Emilio) aus Ragusa in Sizilien, die normalerweise als Duo Circooltura auftreten. Rafael Kost (als Herr Ferdinand) vervollständigt das Trio. «Wir haben jedes Jahr mehr oder weniger neue Besetzungen», sagt Kost, der in Sursee geboren ist und sich wie immer besonders auf das Heimspiel in seinem Heimatkanton freut.

Das Programm mit dem vielsagenden Titel «Bar jeder Vernunft» hat einiges zu bieten: Schlappseilkunst, Akrobatik, altüberlieferte Entfesselungskünste, viel Humor und zum Abschluss ein furioses Feuerspektakel. In acht Wochen studierte Regisseur Nicolas Stroet mit dem Trio das Programm ein, trotzdem haben vor Beginn des Spektakels auch Improvisationen Platz. Was motiviert dazu, ohne feste Bühne, Vorhang und nummerierte Plätze zu spielen? «Die mobile Bühne ermöglicht uns, meistens in den Fussgängerzonen zu spielen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich das Ambiente an den verschiedenen Spielorten auf die Stimmung im Stück auswirkt», schwärmt Kost.

Theater ohne Eingangsschwelle

Den Erfolg eines Abends spüren die drei unmittelbar in Form ihres Lohnes: Die Tournee und die Künstlergagen werden fast zu 100 Prozent durch die Hutkollekte finanziert, ein Eintritt wird nicht verlangt. Kulturfördergelder und Sponsoren tragen zu den Produktionskosten bei. «Wir finden eine Hutkollekte ist die schönste Art, Geld zu verdienen, denn so bekommen wir das, was unser Publikum denkt, was wir verdient haben», sagt Kost und ergänzt: «Deshalb geben wir immer alles.»

Ziel des Variété Pavé ist es, jedem Zuschauer den Zugang zum Theater zu ermöglichen und die Menschen neugierig zu machen. «So wurden wir auch schon ‹Theater ohne Eingangsschwelle› genannt», so Kost.

Hinweis
Aufführungen: 17. und 18. Juli: Vögeligärtli Luzern.
19. bis 21. Juli: Weinmarkt Luzern.
24. bis 26. Juli: Zug Rigiecke/Landsgemeindeplatz.
Jeweils 20.30 Uhr.
10. bis 12. August: Sursee Städtli, Marienbrunnen, 20.15 Uhr

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