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FREIWILLIGENARBEIT: «Helfen ist ein Grundbedürfnis des Menschen»

Charly Freitag (39) ist FDP-Kantonsrat und Präsident von Benevol Luzern. Die Stiftung koordiniert Freiwilligenarbeit im Kanton, am Freitag verleiht sie den Prix Benevol.
Martina Odermatt
Charly Freitag (39) präsidiert den Verein Benevol Luzern. (Bild: Nadia Schärli (Beromünster, 19. September 2017))

Charly Freitag (39) präsidiert den Verein Benevol Luzern. (Bild: Nadia Schärli (Beromünster, 19. September 2017))

Charly Freitag, leisten Sie Freiwilligenarbeit?

Aber natürlich. Ich bin Präsident des Vereins Kulturzentrum Stiftstheater Beromünster und bei Benevol Luzern. Zudem war ich bei den Organisationskomitees des Kantonalen Schwingfests 2013 in Beromünster und des Kantonalen Jugendmusikfestes 2016 in Gunzwil dabei.

Dienen solche Ämter nicht nur der Reputation von Politikern?

Mitnichten. Es bedeutet auch viel Arbeit, und es muss einem liegen, Präsident eines Vereins zu sein. Ich persönlich mache das sehr gerne.

Wieso?

Ich schätze es, Teil von etwas Grösserem zu sein und gemeinsam mit Leuten etwas aufzubauen. Ich denke, ich kann gut mit Leuten umgehen und sie irgendwie zusammenbringen. Zudem liegt mir das Organisatorische. Und ich bin als Gemeindepräsident von Beromünster auch das Bindeglied zur Gemeinde.

Wieso engagieren sich Leute freiwillig?

Das hat verschiedene Gründe. Ohne Freiwilligenarbeit wäre unsere Welt eine andere. Die Lebensqualität würde leiden, sowohl für die Freiwilligen wie auch die Empfänger. Ich glaube es ist ein Grundbedürfnis des Menschen zu helfen.

Sie sind seit 2014 Präsident von Benevol Luzern. Im Jahr zuvor stand der Verein kurz vor der Auflösung weil Geld fehlte. Wie hat die Stiftung die Kurve gekriegt?

Nach einem Artikel über die bevorstehende Auflösung haben sich Stiftungen gemeldet und uns unterstützt. Was 2013 im Detail passiert ist, weiss ich nicht. Aber Barbara Gysi-Sidler und Gregor Sigrist aus dem Vorstand haben an das Projekt geglaubt. Und wenn ein Team an etwas glaubt, ist das bereits die halbe Miete.

Wie steht der Verein heute da?

Wir sind so weit stabil. Es ist wichtig, dass wir unser jetziges Angebot aufrechterhalten und etwa auch den Prix Benevol bekannter machen, damit all die Freiwilligen auch eine Anerkennung für ihre Arbeit bekommen.

Aber das kostet doch Geld?

Wir finanzieren uns durch unsere Mitgliederbeiträge und werden vom Kanton und der Landeskirche sowie durch Spender und Stiftungen finanziell unterstützt.

Reicht das zum Überleben?

Es reicht für ein 50-Prozent-Pensum für die Anlaufstelle. Aber bei der Freiwilligenarbeit sollte es nicht immer nur um Geld gehen, denn dann geht der Kerngedanke verloren. Geld ist wichtig, aber bei der Freiwilligenarbeit sollte es aussen vor gelassen werden.

Viele Freiwillige engagieren sich direkt bei einem Verein oder einer Organisation, wofür braucht es da noch Benevol?

Wir vermitteln die ausgeschriebenen Freiwilligenplätze und anerkennen die Arbeit der Helfer. Wir stellen auch sicher, dass Organisationen, die sich bei uns melden, sich an unsere Standards halten. Schön wäre es, wenn die Leute, welche sich engagieren möchten, ihre Engagements finden, so dass es uns gar nicht mehr braucht. Dann haben wir unser Ziel erreicht.

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Hinweis:In der Jury zum Prix Benevol sitzen heuer unter anderem die Nationalräte Prisca Birrer-Heimo und Leo Müller und Regierungsrat Guido Graf. Am 17. Oktober lädt Benevol Luzern im Kantonsratssaal des Regierungsgebäudes Luzern zum jährlichen Treffen. Der Anlass ist offen für jedermann und bietet den Teilnehmern nach dem informativen Teil die Möglichkeit zur Vernetzung bei einem Apéro.

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