Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FREIZEIT: Kanton Luzern soll Schwimmen in Reuss sicherer machen

Die Regierung prüft, den Ausstieg für Flussschwimmer besser zu signalisieren. Auch die Gemeinden sollen aktiv werden.
Ein- und Ausstieg der Reuss bei der Sentimatte. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 9. März 2018))

Ein- und Ausstieg der Reuss bei der Sentimatte. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 9. März 2018))

Die Reuss ist zurzeit zwar eiskalt, trotzdem war sie am Dienstag heisses Thema im Luzerner Kantonsrat. Denn das Flussschwimmen wird immer attraktiver, ist aber nicht ganz ungefährlich. FDP-Kantonsrat Jim Wolanin (Neuenkirch) verlangte deshalb in einem Postulat, den Bau geeigneter Einstiegs- und Ausstiegsstellen sowie entsprechende Signalisation und Rettungsgeräte entlang der Reuss zu prüfen. Hierfür soll die Regierung ein gemeindeübergreifendes Gesamtkonzept erstellen. Dies im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes an der Reuss, welches bis Ende Jahr ausgearbeitet werden soll.

Wolanins Anliegen stiess auf breite Unterstützung seitens der FDP, SP, Grünen und einer Mehrheit der SVP. Dagegen hielten die GLP sowie gut zwei Drittel der CVP. Schliesslich wurde das Postulat mit 70 zu 35 Stimmen als teilweise erheblich erklärt.

Ihre Haltung begründete die CVP damit, dass man zurückhaltend gegenüber neuen Konzepten und Regulierungen sei, so Raphael Kottmann (Oberkirch). Man begrüsse das Postulat als Denkanstoss, die Ausarbeitung eines Gesamtkonzepts sei jedoch nicht Aufgabe des Kantons, sondern der betroffenen Gemeinden. Ins gleiche Horn blies auch Urs Brücker (Meggen) von der GLP: Die «mutmasslich hohen Kosten» seien nicht der ausschlaggebende Grund, dafür aber der Nutzen: «Das Konzept ist einfach nicht nötig.»

Darauf folgten prompt die Gegenargumente: «Auch der Kanton ist für die Sicherheit der Bevölkerung verantwortlich», sagte Beat Meister (SVP, Hochdorf). Andreas Hofer (Grüne, Sursee) ergänzte: «Wir verlangen eine einheitliche Signalisation.» Und Peter Fässler (SP, Kriens) lobte die Stadt Luzern, welche bereits Rettungsringe am Reussufer installiert hat.

Jim Wolanin betonte, dass eine vorausschauende Planung wichtig sei. Denn für den Hochwasserschutz werden ohnehin neue Flachufer geschaffen. Diese Gelegenheit solle man nutzen, um grosse Steine so zu platzieren, damit Kehrwasser entstehe. «Das erleichtert den Ein- und Ausstieg aus dem Wasser. Damit können Unfälle verhindert werden.» Das bestätigte die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft am Dienstag in einer Mitteilung. So seien 20 Prozent der tödlichen Ertrinkungsunfälle die Folge von unbeabsichtigen Stürzen ins Wasser.

Baudirektor Robert Küng (FDP) zeigte sich mit dem Postulat einverstanden. Die Koordination eines Konzepts mache sicherlich Sinn – «für die Sicherheit unserer Bevölkerung». (jon)

Das war die Debatte im Luzerner Kantonsrat:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.