FRIEDENSRICHTER: Vier Profischlichter sollen den Frieden richten

Die Regierung des Kantons Luzern will die Zahl der Friedensrichter von 77 auf 4 reduzieren. Dafür dürfen sie neu auch urteilen.

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Justitias Wage soll künftig mit massiv weniger Friedensrichtern in der Balance gehalten werden. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Justitias Wage soll künftig mit massiv weniger Friedensrichtern in der Balance gehalten werden. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Schon im nächsten Jahr könnten die Friedensrichter aus den Luzerner Gemeinden verschwinden. Die Regierung will deren Zahl von 77 auf 4 zusammenstreichen. Friedensrichter sollen zudem nicht mehr vom Stimmvolk gewählt, sondern vom Obergericht bestimmt werden.

Grund für die geplante Reduktion ist die Einführung der neuen Schweizer Zivilprozessordnung, die Luzern ab 2011 auf Kantonsebene umsetzen will. Darin enthalten ist die Professionalisierung der Schlichter. Denn durch die neue Zivilprozessordnung dürfen sie künftig auch Urteile fällen – bei Streitereien, bei denen es um weniger als 2000 Franken geht, oder bis 5000 Franken, wenn dies der Kläger verlangt.

Ein juristisches Studium soll weiterhin nicht Pflicht sein. Eine Weiterbildung in Jura reicht aus, findet die Regierung. Beim Friedensrichterverband unterstützt man den Regierungsvorschlag grundsätzlich.

Thomas Oswald

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.