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FRIEDENTAL: Jetzt ist der umstrittene Vorhang da

Die Sanierung der beiden Friedhofshallen sorgte für hitzige Debatten. Nun erstrahlen die Hallen dank einer Kompromisslösung in neuem Glanz.
Blick in die sanierte Abdankungshalle. Die christlichen Symbole können durch einen Vorhang abgedeckt werden. (Bild: Stadt Luzern)

Blick in die sanierte Abdankungshalle. Die christlichen Symbole können durch einen Vorhang abgedeckt werden. (Bild: Stadt Luzern)

Die Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Abdankungs- und Einsegnungshalle im Friedental sind am Montag abgeschlossen worden. Nun stehen den Trauergästen moderne Hilfsmittel wie Beamer und Leinwand zur Verfügung. Zudem wurde die bau­fällige Orgel durch einen Flügel ersetzt.

Leicht zu übersehen ist indessen eine weitere Neuerung, die vor einem Jahr für hitzige Debatten sorgte. Die Rede ist von den Wandmalereien, zu denen unter anderem ein Kruzifix gehört. Der Stadtrat plante ursprünglich, die Malereien im Zuge der Reno­vationsarbeiten zu entfernen. Gegen dieses Vorhaben mobilisierte aber ein CVP-nahes Komitee alle Kräfte. In der Folge entbrannte ein veritabler Glaubensstreit: Soll der städtische Friedhof die christlich geprägte Gesellschaft repräsentieren? Oder soll er ein religiös neutraler Ort bleiben, zumal sich gemäss Friedhofsverwaltung immer wieder Trauergäste an den religiösen Symbolen stören? Am Ende einigte man sich auf eine Kompromisslösung: Die christlichen Wandmalereien bleiben bestehen, können aber auf Wunsch der Trauergemeinde durch einen Vorhang abgedeckt werden. Ein solcher Vorhang wurde im Zuge der Sanierung eingebaut.

Sanierung kostete 380000 Franken

Die Arbeiten dauerten von März bis Juni und kosteten insgesamt 380000 Franken. Neben der technischen Aufrüstung wurden auch die Farbgebung und die ­Möblierung angepasst. Zudem wurde die Mikrofon- und Lautsprecheranlage erneuert.

Die eigentliche Eröffnung der Abdankungs- und Einsegnungshalle findet am Tag des Friedhofs am 16. September statt. Die beiden Friedhofshallen werden dabei von verschiedenen Glaubensgemeinschaften eingeweiht. Zudem gibt es Führungen und Rundgänge durch den Friedhof. (rk)

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