FRIEDHÖFE: Für 1,6 Millionen: Luzern will ihre Friedhöfe sanieren

In die Friedhöfe der Stadt Luzern sollen in den nächsten drei Jahren 1,6 Millionen Franken investiert werden. Damit sollen dringende Sanierungsarbeiten sowie Modernisierungen verwirklicht werden. Der Grossteil der Investitionen sind für das Friedental vorgesehen.

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Allein die Sanierung des Friedhofs Friedental kostet 1,2 Millionen Franken. (Symbolbild Neue LZ)

Allein die Sanierung des Friedhofs Friedental kostet 1,2 Millionen Franken. (Symbolbild Neue LZ)

Neben dem 17 Hektaren grossen Friedental gibt es in Luzern die Friedhöfe bei der Hofkirche, bei der Kirche St. Theodul in Littau, bei der Kirche St. Philipp Neri in Reussbühl sowie der Waldfriedhof Staffeln in Reussbühl. Zudem koordiniert die städtische Friedhofsverwaltung die Wasserbeisetzungen der Hinuds in der Reuss und bietet ihre Dienste den Klöstern Gerlisberg und Wesemlin an. Insgesamt bearbeitet sie jährlich rund 830 Todesfälle.

Wie die Stadtregierung in ihrem am Freitag publizierten Bericht und Antrag schreibt, besteht bei den Friedhofsanlagen generell ein grosser Sanierungs- und Werterhaltungsbedarf. Die technische Infrastruktur entspricht nicht mehr den Anforderungen, der Umgang mit erhaltenswertern Grabmälern ist nicht geregelt. Zudem fehlt, was die Aussenfriedhöfe Hof, Littau, Reussbühl und Staffeln anbelangt, eine Gesamtstrategie.

Der Sanierungs- und Erneuerungsplan für den Friedhof Friedental umfasst Kosten von über 1,2 Millionen Franken. Die Abdankungs- und Einsegnungshalle soll umgestaltet und deren technische Infrastruktur erneuert werden. Saniert werden sollen ferner Werkleitungen, Wege, Plätze und Einfassungen sowie Mauern, Treppen und Tore.

In den Aussenfriedhöfen fallen Investitionen von 0,4 Millionen Franken an. In Staffeln und Littau müssen etwa Werkleitungen saniert werden, für die Friedhöfe Reussbühl und Staffeln sollen Konzepte für neue Bestattungsformen erarbeitet werden. Zudem soll ein Gesamtkonzept für die Aussenfriedhöfe geschaffen werden.

Für die Anlagen des Hof-Friedhofes besteht gemäss dem stadträtlichen Bericht kein Bedarf für grössere Investitionen. Nicht zum Friedhof und deshalb nicht zu diesem Kreditantrag gehört eine allfällige Sanierung der im toskanischen Stil gehaltenen Gräberhallen, die in einem schlechten Zustand sind und dem kantonalen Denkmalschutz unterstehen. Der Umfang der zu treffenden Massnahmen könne noch nicht abgeschätzt werden, heisst es in dem Bericht.

Die Stadt Luzern will zudem künstlerisch oder geschichtlich wertvolle Grabstätten besser schützen. Das Grabstätteninventar soll den Status eines städtischen Bauinventars erhalten. (sda)