Friedhof Friedental soll saniert werden

Die Gebäude des Friedhofs Friedental in der Stadt Luzern, die zwischen 1884 und 1967 in Etappen entstanden, sind heute in einem schlechten Zustand. Nun beantragt der Luzerner Stadtrat beim Parlament einen Kredit von 3 Millionen Franken, um sie zu sanieren und umzubauen.

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Blick auf den Friedhof Friedental in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Blick auf den Friedhof Friedental in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Geplant ist, zwischen 2012 und 2015 den Sandstein sowie Dächer, Wände, Fassaden, Fenster, Böden und Treppen zu sanieren und die Statik der Gebäude zu verbessern. Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten Bericht und Antrag des Luzerner Stadtrats an das Stadtparlament hervor.

Nach der Sanierung werden auch die technische Infrastruktur und die Einrichtungen auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Zudem sollen die Gebäude künftig «deutlich weniger Energie verbrauchen», heisst es weiter.

Vorgesehen ist weiter, die öffentlichen Räume rollstuhlgängig zu machen und Garderoben, Duschen sowie WC-Anlagen zu erneuern. Geplant ist auch, einen Warteraum einzurichten, da bei der Friedhofsauskunft im Bürogebäude oft persönliche Gespräche geführt werden.

Denkmalpflege begleitet Sanierung

Die Sanierung wird von der kantonalen und der städtischen Denkmalpflege begleitet, da die Gebäude bis auf das noch neuere Gemeinschaftsgrab als schützenswerte Bauten gelten. Die Hauptfassade des Friedhofs und die Kinderkapelle gehören zu den bedeutenden Bauwerken des 19. Jahrhunderts in der Stadt Luzern.

Der Stadtrat wollte die Sanierung und den Umbau bereits im Herbst 2010 zusammen mit der Teilrevision des Reglements über das Bestattungs- und Friedhofswesen und Investitionen in die Friedhofsanlage ins Parlament bringen.

Damals hatte die Geschäftsprüfungskommission die Vorlage aber grossmehrheitlich abgelehnt. Der Kredit für den Umbau und die Sanierung war zwar unbestritten. Eine Mehrheit der Kommissionen lehnte aber die Einführung von Gebühren für einfache Bestattungen ab und sprach sich auch gegen die Einführung von neuen Bestattungsformen aus. Deshalb zog der Stadtrat die Vorlage zurück.

Die Teilrevision des entsprechenden Reglements sowie die Investitionen in die Friedhofsanlage würden dem Grossen Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt, heisst es weiter.

sda