Frösche trotzen dem Sauwetter in Triengen

Petrus meinte es am Dienstag nicht gut mit den Trienger Fasnächtlern. Der ausgelassenen Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Dominik Weingartner
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Der Umzug in Kürze:

  • Anzahl Nummern: 39
  • Anzahl Zuschauer: 10 - 10'000
  • Stimmung: frostig-froh
  • Dauer: eine Stunde
  • Highlight: Feldschlösschen-Virus
Schlömpf Reiden.
24 Bilder
Schlömpf Reiden.
Zunftmeisterpaar 2020: Nico und Olga Mauceri.
Luuszäpfe: Friday 4 Hubraum.
Fröschenburg Fröschenzunft Triengen.
Bluetsuuger Triengen
Guuggenmusik Pfaffnau
Fröschenzunft Triengen, Boulanduszonig wär?
 s'Chluuri.
 Vortrab Trienger Rösseler.
Guuggenmusik Quä-Quäger Triengen.
Trotz widrigen Wetterverhältnissen standen zahlreiche Zuschauer am Strassenrand.
Politische Statements kamen am Umzug nicht zu kurz.
Auch die Ausbreitung des Corona-Virus beschäftigte die Fasnächtler.
Ein Kampfjet.
Tiefseetaucher.
Kinder im U-Boot Nautilus.
Pauke spielen und einen Regenschirm in der Hand halten – das muss man auch können.
Vertreter der Fröschenzunft Triengen kamen auf Pferden daher.
Diese Fasnächtler sind mit einem Indianerzelt «on the road».
Zwei junge Fasnächtler am Umzug.
Ihnen macht der Regen nichts aus: Diese Fasnächtler haben einen gemütlichen Platz gefunden.
Blick auf das Dorfzentrum von Triengen.
Impressionen vom Umzug in Triengen.

Schlömpf Reiden.

Bild: Boris Bürgisser

Pünktlich zum Start des Trienger Umzugs blies am Dienstag ein eisiger Wind durch das Surental. Der einsetzende Regen trug sein Übriges dazu bei, dass getrost von einem garstigen Fasnachtswetter gesprochen werden darf. Dies hatte zum Teil fatale Folgen. Denn wie in Gottes Namen soll man bei diesem Wind einen «Frauenfurz» anzünden? Und wenn man es trotz aller Widrigkeiten dann doch schafft: Ist der Feuerwerkskörper einmal auf dem nassen Boden, passiert rein gar nichts mehr, kein Knall weit und breit. «Der kommt nicht mehr, das kannst du vergessen», sagte ein erfahrener Fasnächtler am Dienstag einem enttäuschten Jungfasnächtler, dem genau dieses Schicksal widerfahren war.

Davon abgesehen konnte das schlechte Wetter den Trienger Umzug nicht aufhalten. Satte 39 Nummern stark war er heurig, gesprenkelt mit einem rüüdig guten Verhältnis zwischen Guuggenmusigen und lokalen, nationalen und sogar internationalen Sujets. Und auch das Zunftmeisterpaar konnte standesgemäss mit der Kutsche durchs Dorf geleitet werden – wenn auch sichtlich vom Wetter gezeichnet und eingepackt in viel Regenschutz-Plastik.

Gemeinderat gesucht

Wenn wir es schon von hohen Damen und Herren im Dorf haben: Die lokale Fröschenzunft suchte mit ihrem Wagen nach einem Gemeinderat. Bekanntlich ist Triengen eine der Gemeinden, die nicht genug Kandidaten für die Gemeinderatswahlen von Ende März gefunden haben. Und das RTW Radteam Wilihof fragte: «Skandal: Kommt nach Corona die Feldschlössschen-Epidemie?». Das wäre selbstverständlich ein No-Go im stolzen Eichhof-Kanton Luzern.

Umrahmt wurden die Sujets von den kakofonen Klängen von nicht weniger als zehn Guuggenmusigen, von denen ganze vier aus Triengen stammten. Diese sorgten auch am Abend für Stimmung, als das «Chluri» verbrannt wurde, so wie es die Tradition in Triengen verlangt – trotz garstigem Wetter.

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