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FRÖSCHENZUNFT MEGGEN: Ein Bubentraum ist wahr geworden

Meggen hat einen neuen Zunftmeister erkoren: ein angefressener Fasnächtler, der seine Frau an einem Fasnachtsball erobert hat.
Othmar Schütz, der neue Zunftmeister der Fröschenzunft Meggen an seiner Inthronisation. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Othmar Schütz, der neue Zunftmeister der Fröschenzunft Meggen an seiner Inthronisation. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Um 19.13 Uhr war es amtlich: Der 50. Zunftmeister und damit oberste Megger Fasnachtsgewaltige 2009 heisst Othmar Schütz. Auf der Bühne des Gemeindesaals schwörte er am Samstagabend, getreu den Traditionen der Fröschenzunft, den Kindern und Alten in der Gemeinde Freude zu bereiten.

Der 43-jährige Aussendienst-Verkaufsleiter ist in Meggen aufgewachsen und engagiert sich in verschiedenen Vereinen. Aktiv ist er bei der St.-Niklaus-Gesellschaft, Ehrenmitglied bei der Guuggenmusig Cocoschüttler. 2000 wechselte Schütz in die Fasnachtshauptstadt: Seither spielt er Posaune bei den Luzerner Pilatusgeistern.

Dreimonatiges Versteckspiel
Bei den Proben mitmachen will er auch in diesem Jahr, obwohl er als Zunftmeister während der Fasnacht kaum einen Ton mit seiner Musik spielen wird. Seit September hat er von den Fasnachtswürden gewusst, doch selbst Sohn Patrick (13) wurde erst Stunden vor der Inthronisation ins Geheimnis eingeweiht. «Wir sind Weltmeister im Notlügen und Ausredensuchen geworden», sagt Schütz schmunzelnd.

Überhaupt ist die Fasnacht eine Konstante in der Familie Schütz: Ehefrau Sabine (41), die wie Patrick selbst aktiv bei den Cocoschüttlern Schlagzeug spielt, hat ihren Gatten an einem Fasnachtsball kennen gelernt und erobert. Entsprechend gerührt war der frisch gekürte Zunftmeister: «Diese Inthronisation ging mir sehr nahe. Mit dem Amt geht für mich so etwas wie ein Bubentraum in Erfüllung.» Allerdings, gibt er auch zu, war die Wahl zum Zunftmeister angesichts seiner Fasnächtlervergangenheit fast schon die logische Folge.

Musik und Lachen
Kurz danach verkündet er das offizielle Megger Fasnachtsmotto: «Met vel Musig ond Lache wemmer e rüüdigi Fasnacht mache.» Wie gerufen kam da der Auftritt der Guuggenmusig Glögglifrösch. Die markige Abschiedsrede von alt Zunftmeister Bernhard Gisler, die netten Grussworte von Vertretern befreundeter Zünfte und die angriffige Schlussrede von Hans Nützi rundeten den Abend ab, bevor die Gesellschaft gegen 2 Uhr weiter ins Heim des neuen Zunftmeisterpaars nach Tschädigen weiterzog.

Emanuel Thaler

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