Frontalangriff auf Sexualkunde

Eine bürgerliche Front fordert den Stopp des Sexualunterrichts. Ein Zentralschweizer ist treibende Kraft.

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Erste biologische Erklärungen im Kindergarten (gestellte Szene). (Bild: Pius Amrein/ Neue LZ)

Erste biologische Erklärungen im Kindergarten (gestellte Szene). (Bild: Pius Amrein/ Neue LZ)

Der Kanton Basel-Stadt ist zurzeit im Gerede. Mit sogenannten Sexkoffern und Sexboxen, die Geschlechtsteile aus Holz und Stoff sowie weitere Gegenstände enthalten, soll an den Schulen Aufklärung betrieben werden. Ausgearbeitet wurde das Grundlagenpapier zum neuen Sexualunterricht an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz, die sich ihrerseits auf die Weltgesundheitsorganisation stützt.

Politiker aus mehreren bürgerlichen Parteien sind empört. Der Luzerner Nationalrat Pius Segmüller (CVP) will den geplanten obligatorischen Sexualkunde-Unterricht per Vorstoss stoppen. Diese Woche werden sich zudem Vertreter aus SVP, CVP, FDP und EDU sowie mehreren Organisationen an sämtliche Kantone wenden.

Ihr Anliegen ist gleich wie jenes von Segmüller: kein Obligatorium von Sexualunterricht, die Möglichkeit zur Dispensierung vom Unterricht, keine detaillierte Beschreibung von Sexualpraktiken und keine Anregung zu Sexspielen. Die Kritiker des Sexualunterrichts an der Schule betonen, dass es Sache der Eltern sei, die Kinder aufzuklären.

Guido Felder

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.