Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Frost hat Folgen für Destillerien

Schnaps Je näher die Obsternte rückt, desto deutlicher werden die Folgen des verheerenden Frostes im April. Zur Erinnerung: Beim Brennobst rechnete die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald im Juni mit einem Ausfall von 80 Prozent (Ausgabe vom 1. Juni).

Trotz dieser grossen Ausfälle will die Distillerie Diwisa AG in Willisau, die grösste Luzerner Schnapsbrennerei und laut eigenen Aussagen die schweizweit führende, noch nicht Alarm schlagen: «Bei den Kirschen und Zwetschgen wird die Ernte zwar sehr gering ausfallen, mit Schwankungen muss man aber rechnen», sagt CEO Adrian Affentranger. Speziell sei jedoch, dass die Erträge nun schon das dritte Jahr in Folge schlecht ausfallen. «Die Vorräte befinden sich dadurch auf einem tiefen Niveau.» Aktuell verfüge die Distillerie noch über genügend Ware bis zur nächsten Ernte – mit einer Ausnahme: «Bei den Zwetschgen könnte es kritisch werden, insbesondere, falls ein viertes schlechtes Jahr folgen würde.» Der Anteil an Importfrüchten lasse sich dabei nicht erhöhen. «Denn auch viele Anbaugebiete im Ausland sind von den Frösten betroffen.»

Das knappe Angebot wirkt sich auf den Preis der Steinobstbrände aus: Beim Zwetschgenschnaps hat die Diwisa schon länger «Korrekturen» vorgenommen, kürzlich wurden die Preise auch beim Kirsch erhöht – um 50 Rappen, wie Affentranger sagt. Eine 7-dl-Flasche Schweizer Kirsch kostet bei Diwisa derzeit 30 Franken. Der wesentliche Grund für diese Anpassung sei aber der Mehraufwand der Produzenten gewesen, verursacht durch die Kirschessigfliege. (fi)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.