Frühere Polizeistunde für Asylbewerber

Der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf zieht die Schraube an: Asylzentren schliessen neu zwei Stunden früher. Grund: Diebstähle am Luzerner Fest.

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Eingangskontrolle beim Asylzentrum Eichhof: Muhamed Efendic (links) überprüft den Asylbewerber Konté Yahya. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Eingangskontrolle beim Asylzentrum Eichhof: Muhamed Efendic (links) überprüft den Asylbewerber Konté Yahya. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Ab dem 16. Juli schliessen die kantonalen Asylzentren Sonnenhof in Emmen und Eichhof in Luzern bereits um 22 Uhr. Dies hat der Luzerner Sozial- und Gesundheitsdirektor Guido Graf angeordnet – nach einer Reihe von Diebstählen am Luzerner Fest vom 30. Juni. An diesem Abend wurden neun Asylbewerber aus Nordafrika festgenommen – wegen Verdachts auf Taschendiebstahl. Die Anpassung der Hausordnung gilt vorerst für zwei Monate und beinhaltet auch das Führen einer Anwesenheitsliste. Dies bedeutet, dass Asylbewerber, die um 22 Uhr nicht in der Unterkunft sind, registriert werden und mit Sanktionen rechnen müssen. Heute gibt es keine solche Liste. Für die Umsetzung der Hausordnung und der Anwesenheitsliste ist die Caritas als vom Kanton beauftragte Organisation zuständig.

«Situation beruhigen»

Guido Graf will mit der Massnahme die «Situation beruhigen». «Mit den früheren Schliesszeiten soll die Präsenz von Asylbewerbern an den sogenannten Hotspots, also beispielsweise auf dem Bahnhofplatz oder auf dem Europaplatz, vermindert werden.» Auf diesen beiden Plätzen würden die meisten kleinkriminellen Delikte von Asylbewerbern verübt.

Lukas Nussbaumer

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