Frühfranzösisch fällt bei Lehrern durch

Die Luzerner Lehrer möchten den Französisch-Unterricht von der Primar- in die Oberstufe verschieben. Die CVP will nun über die Bücher.

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Ein Knabe im Französichunterrricht. (Bild: Ruth Tischer / Neue LZ)

Ein Knabe im Französichunterrricht. (Bild: Ruth Tischer / Neue LZ)

Mit weniger als vier Lektionen Französisch pro Woche müsse man auf Primarstufe gar nicht erst beginnen, urteilte Bildungspädagoge Anton Strittmatter am Samstag an einer Bildungstagung in Reussbühl. Derzeit stehen zwei Lektionen im Luzerner Primarlehrplan.
 
Der Fachmann nimmt damit auf, was auch der Lehrerschaft auf dem Magen liegt: Viele Lehrer finden laut einer Umfrage, Französisch solle erst in der Oberstufe unterrichtet werden. Strittmatter: «Aus sachlichen Gründen müsste man auf die zweite Fremdsprache verzichten, aber politisch ist das derzeit leider nicht durchsetzbar.»
 
Zumindest bei CVP-Präsident Schwegler kam Strittmatters Botschaft an: «Es muss uns zu denken geben, wenn Bildungsfachleute sagen, wir würden schlecht investieren.»
 
Die Präsidentin des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Annemarie Bürkli, erwartet von der Politik, den Kontakt zu verstärken und mehr auf die Lehrpersonen zu hören - was allerdings keine einfache Sache ist: Vor etwas mehr als einer Woche wollte die CVP des Kantons Luzern mittels einer Umfrage auf den Puls im Bildungssektor fühlen. Von etwas über 5000 im Kanton tätigen Lehrpersonen beantworteten bis am Samstag gerade mal 169 den Fragebogen.
 
Emanuel Thaler
 
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.