FÜHRUNGEN: Zivilschutzanlage Sonnenberg öffnet ihre Tore

Über 7500 Personen liessen sich im Jahr 2006 im Rahmen der Aktionstage durch die einst weltgrösste Zivilschutzanlage Sonnenberg Luzern führen. Nach dem Um- und Rückbau kann die Anlage nun erneut besichtigt werden.

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Werner Fischer, Leiter der Zivilschutzes Luzern, Kriens und Horw in einem der Operationssäle im Sonnenbergtunnel. (Archivbild Marco Zanoni/Neue LZ)

Werner Fischer, Leiter der Zivilschutzes Luzern, Kriens und Horw in einem der Operationssäle im Sonnenbergtunnel. (Archivbild Marco Zanoni/Neue LZ)

Der Rundgang mit Namen «unterirdisch überleben» kann gemäss Medienmitteilung ab Mitte September besucht werden. Das unbefristete Projekt ist im Auftrag der Kantonalen Denkmalpflege Luzern und mit Unterstützung der Stadt Luzern zustande gekommen und wird von der Historikerin Andrea Huwyler-Bachmann geführt.

Die Führungen von «unterirdisch überleben» gehen auf die Atomangst während des Kalten Kriegs ein und weisen auch auf die aktuelle Nutzung der Zivilschutzanlage (Schutzraum für 2000 Luzernerinnen und Luzerner, Haftstelle der Luzerner Polizei bei Grossveranstaltungen) hin.

Die aus historischer Sicht interessantesten Objekte und Räume sind weiterhin zu besichtigen: Operationssaal, Liegestation, Radiostudio, Kommandoposten etc. Als eigentliches Highlight ist der Raum «Leben im Tunnel» zu erwähnen, der auf einer Länge von 15 Metern die Betten- und Toilettenanlage präsentiert, welche im Erstfall für 20'000 Menschen in den Tunnelröhren aufgestellt worden wäre.

scd