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Fünf Kandidaten fürs Luzerner Stadtpräsidium

Die Stadt Luzern wählt heute einen neuen Stadtpräsidenten. Der parteilose Urs W. Studer tritt nach 16 Jahren ab. Auf sein Amt erheben CVP, SP, Grüne, Grünliberale und ein parteiloser Quereinsteiger Anspruch.
Sie Kandidieren fürs Luzerner Stadtpräsidium: v.l: Marc César Welti, Stefan Roth, Adrian Borgula, Ursula Stämmer und Manuela Jost. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Sie Kandidieren fürs Luzerner Stadtpräsidium: v.l: Marc César Welti, Stefan Roth, Adrian Borgula, Ursula Stämmer und Manuela Jost. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Die Stadtpräsidentenwahl war 1996 ein eigentlicher Krimi. Von seiner Partei übergangen, trat Urs W. Studer aus der FDP aus und forderte mit Unterstützung der Linksparteien seinen Cousin und offiziellen FDP-Kandidaten Peter Studer heraus.

Die Stimmberechtigten entschieden sich für den dissidenten Studer, der eine Fortsetzung der sozialliberalen Politik seines populären Vorgängers Franz Kurzmeyer (FDP) versprach. Erstmals stellte die FDP in Luzern nicht mehr den Stadtpräsidenten.

Studer ist zwar weniger charismatisch als sein Vorgänger, doch war auch er ein Mann des Ausgleichs. Unermüdlich engagierte er sich, den Schwung nutzend, den das neue Wahrzeichen KKL ausgelöst hat, für die Marke Luzern. Sein Plan, die Stadt mit Fusionen zur Grossstadt zu machen, stiess aber ausserhalb Luzerns auf Widerstand und blieb auf halbem Weg stecken.

Erstmals eine Stadtpräsidentin?

So polarisierend wie die Wahl Studers 1996 ist der Kampf um seine Nachfolge nicht. Finanzdirektor Stefan Roth (CVP) und Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer (SP) treten an sowie drei, die neu für die Stadtregierung kandidieren: alt Kantonsratspräsident Adrian Borgula (Grüne), Kantonsrätin Manuela Jost (GLP) und der parteilose Hotelier Marc César Welti.

Roth wäre der erste Stadtpräsident, der aus Littau stammt; dieser Stadtteil gehört erst seit 2010 zu Luzern. Stämmer und Jost könnten die ersten Frauen in diesem Amt werden.

Seit 2000 ist der Stadtrat (Regierung) parteipolitisch in der Balance: Der parteilose Stadtpräsident wird von je einem Mitglied der FDP und CVP sowie der SP und Grünen flankiert. Drei Regierungsmitglieder - Studer, Baudirektor Kurt Bieder (FDP) und Sozialdirektor Ruedi Meier (Grüne) - treten nicht mehr an.

Mit dem Rücktritt des parteilosen Studer könnte die Stadtregierung wieder eine klare politische Ausrichtung erhalten. Die SP, einen dritten linken Sitz anstrebend, entschied sich für eine Doppelkandidatur. Die SVP, bislang ohne Regierungsverantwortung, strebt mit ihrer Kandidatur eine bürgerliche Mehrheit an. Holt die GLP ein Mandat, bliebe die Regierung politisch in der Balance.

Insgesamt gibt es zehn Kandidaten für die fünf Sitze. Neben Roth, Stämmer, Borgula, Jost und Welti, die für den Stadtrat und das Präsidium kandidieren, treten auch NZZ-Redaktor Martin Merki (FDP), Kantonsrat Rolf Hermetschweiler (SVP), der ehemalige Stadtparlamentarier Beat Züsli (SP), Adelino De Sa (Juso) und der dissidente Grüne Philipp Federer an.

Neu gewählt wird am 6. Mai auch der Grosse Stadtrat. Das Parlament zählt 48 Sitze, um die sich 191 Kandidaten bemühen, darunter 33 Bisherige. Heute setzt sich der Rat wie folgt zusammen: SP 11, CVP 10, FDP 9, Grüne 8, SVP 7, GLP 3 Sitze.

Wahlen im ganzen Kanton

Wahlen finden am 6. Mai zudem in 75 der 87 Luzerner Gemeinden statt. In einigen Orten wurde der Wahltermin im Zusammenhang mit Fusionsprojekten auf ein späteres Datum verschoben. Neben Luzern wählen auch Emmen, Horw und Kriens ein Parlament.

Für Spannung ist auch in der zweitgrössten Luzerner Gemeinde, in Emmen, gesorgt. Sechs Personen möchten dort das Gemeindepräsidium übernehmen. Gemeindepräsident Thomas Willi (CVP) hatte im März überraschend das Handtuch geworfen, nachdem das Volk entschieden hatte, keine Fusionsverhandlungen mit Luzern aufzunehmen.

sda

HINWEIS
Am Wahlsonntag berichtet luzernerzeitung.ch laufend aktuell über die Wahlen im Kanton Luzern.

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