Für eine Reuss-Badi fehlt das nötige Geld

Marcel Budmiger (SP) will einen Hauch von Marzilli nach Luzern bringen und fordert in einem Postulat, die Reuss zum Badefluss zu machen. Der Stadtrat will vorerst auf eine Umsetzung verzichten.

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Marcel Budmiger möchte das Baden in der Reuss attraktiver gestalten. Der Stadtrat will (vorerst) darauf verzichten. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Marcel Budmiger möchte das Baden in der Reuss attraktiver gestalten. Der Stadtrat will (vorerst) darauf verzichten. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Stadtrat soll prüfen, mit welchen Massnahmen das Baden in der Reuss zwischen Kasernenplatz und Reusszopf attraktiver und sicherer gestaltet werden kann. Nach Berner Vorbild soll die Situation mit wenigen Massnahmen (gut sichtbare Zugänge ins Wasser, Beseitigung einiger grossen Steinbrocken) so verbessert werden, dass die Bevölkerung auch bei tiefen Wasserpegeln sicher in der Reuss schwimmen kann. Das fordert Marcel Budmiger namens der SP/Juso-Fraktion in einer anfangs Juni eingereichten Motion.

Stadtrat: «ungeeignet»

Wie der Stadtrat nun in seiner Antwort festhält, müsse der Reussabschnitt vom Kasernenplatz bis unterhalb der Autobahnbrücke aufgrund der schnellen Strömung sowie der geringen Wassertiefe zum Schwimmen als ungeeignet eingestuft werden. Zudem würden Hindernisse wie Brückenpfeiler und Steinblöcke in diesem Gebiet für gefährliche Strudel sorgen. Von der Autobahnbrücke bis zum Reusszopf fliesse das Wasser jedoch langsamer, die Reuss sei dort tiefer und es gebe weniger Strudel.

Kosten von 35'000 bis 50'000 Franken

Um einen sicheren Badebetrieb zu gewährleisten, sollte alle 200 bis 300 Meter ein Zu- oder Ausstieg möglich sein. Im zum Baden vorgesehenen Bereich der Reuss müssten demnach 6 bis 7 neue Zu- oder Ausstiege geschaffen werden. Dafür rechnet der Stadtrat mit Kosten von rund 35'000 bis 50'000 Franken. Hinzu käme allenfalls noch der Bau von Duschen, WC-Anlagen, Umkleidekabinen oder auch abschliessbaren Kleiderkästchen. Änderungen an den Kleinbuhlen und Blockwürfen komme jedoch nicht in Frage. Diese wurden eigens für die Ufersicherung sowie zu Schutz von Laichplätzen erstellt. Und schliesslich müsste auch die Frage allfälliger Haftungsfragen geprüft werden.

Der Stadtrat sei bereit, das Anliegen einer Umsetzung zu prüfen, sobald es die städtische Finanzlage erlaube. Vorerst will er darauf verzichten.

pd/zim