Für Emmenbrücke soll ein weiterer Grosskreisel geprüft werden

Ähnlich wie beim Seetalplatz soll der Verkehr über die Gerliswil-, Gersag-, und Rüeggisingerstrasse im Einbahnregime geführt werden. SP, Grüne und SVP fordern die Prüfung eines entsprechenden Gesamtverkehrskonzepts.

Beatrice Vogel
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Ein aussergewöhnliches Postulat wurde in Emmen eingereicht. Aussergewöhnlich, weil SVP, SP und Grüne dabei zusammenspannen. Vier Einwohnerräte aus den drei Fraktionen fordern, dass für Emmenbrücke ein Gesamtverkehrskonzept geprüft wird.

Konkret soll der Emmer Gemeinderat mit dem Kanton Luzern folgendes Verkehrsregime in Betracht ziehen: Analog zum Seetalplatz-Grosskreisel soll auf der Gerliswil-, Gersag- und Rüeggisingerstrasse Einbahnverkehr herrschen, sodass ein Kreisverkehr daraus resultiert – wie in folgender Abbildung:

(Bild: PD)

(Bild: PD)

Der ÖV soll vom Einbahnregime ausgenommen sein, die überzählige Fahrspur soll als Busspur in beide Richtungen benützt werden.

Die Postulanten begründen ihren Vorstoss mit der Verkehrsüberlastung auf der Gerliswilstrasse. Der Kanton plant dort ohnehin eine Optimierung. Erst im März hat der Einwohnerrat jedoch ein Postulat abgelehnt, das Tempo 30 forderte (wir berichteten). 

Emmer Einwohnerrat lehnt Tempo 30 auf der Gerliswilstrasse ab

Trotz stichhaltiger Argumente über die Vorteile von Tempo 30 will der Einwohnerrat dies für die Gerliswilstrasse nicht prüfen lassen. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, wird der Kanton Luzern das womöglich trotzdem tun.
Beatrice Vogel

Neuer Anlauf für Tempo 30 im Zentrum von Emmen

Flanieren und Einkaufen soll man an der Gerliswilstrasse können. Das wünschen sich die Grünen. Stattdessen dominiert heute der Verkehr die Hauptachse durch Emmenbrücke. Der Gemeinderat will die Strasse ebenfalls attraktiver machen – ein Anliegen, das schon über 10 Jahre alt ist.
Beatrice Vogel