Für Menschen gefahrlos

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Das Vogelgrippevirus ist für den Menschen unbedenklich, wie Marco Rossi, Chefarzt für Infektiologie und Spitalhygiene des Luzerner Kantonsspitals, auf Anfrage sagt. Er erklärt: «Influenzaviren, also Grippeviren, der Vögel finden normalerweise in den Atemwegen eines Menschen keine passende Bindungsstelle.» Würde sich das Virus jedoch genetisch stark verändern, könnte es diese Bindungsfähigkeit erlangen und dadurch auch die Menschen infizieren. «Im Moment wird diese Entwicklung glücklicherweise nicht beobachtet», hält Marco Rossi fest. Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit einer Virusübertragung auf den Menschen, beobachte man die Situation aufmerksam, versichert der Chefarzt.

Erstmals wurde das Vogelgrippevirus bei Menschen 1997 festgestellt. In Hongkong erkrankten damals 18 Personen; bei sechs von ihnen verlief die Krankheit tödlich. Die letzten bekannt gewordenen Todesfälle liegen zwei Jahre zurück. (kuy)