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Fulminantes Jugendtheater: Im Pfarrhaus ist die Hölle los

Die Landjugend Seetal lässt in ihrem neuen Theaterstück viele Turbulenzen auf den neuen Pfarrer zukommen.
Yvonne Imbach
Von links: Matthias Kempf, Martina Lang und Thomas Stadelmann bei der Hauptprobe. (Bild: Yvonne Imbach, Eschenbach, 30. September 2019)

Von links: Matthias Kempf, Martina Lang und Thomas Stadelmann bei der Hauptprobe. (Bild: Yvonne Imbach, Eschenbach, 30. September 2019)

Der neue Dorfpfarrer ist ganz anders als sein Vorgänger: Er hilft der Jugend beim Töffli frisieren und lässt beim Sonntagsgottesdienst einen Gospelchor singen. Seine Haushälterin Käthi, die schon dem alten Pfarrer treu zur Seite gestanden hat, ist zunehmend irritiert. Ein Asyl suchender Dieb, ein Findelkind, ein frecher Teenager, eine Klatschtante, eine Schwangere und eine neugierige Kommissarin sorgen für ständig neue Turbulenzen. Nicht vom ungefähr lautet denn auch der Titel des Dreiakters von Maya Gmür «Jesses Gott Herr Pfarrer!».

Die Landjugend Seetal stellt alle zwei Jahre eine Theatergruppe zusammen, um gemeinsam einen schönen Schwank einzustudieren. Die zehn Spielerinnen und Spieler sind zwischen 18 und 35 Jahre alt und stehen mehrheitlich erstmals auf einer Theaterbühne. «Sieben Mitglieder spielen das erste Mal Theater», weiss die Regisseurin Pia Troxler.

«Die Zusammenarbeit mit Jungen ist spannend»

Pia Troxler hingegen blickt auf eine lange Theaterkarriere im Laienspiel zurück. Sie hatte Rollen in Ballwil, Rain und Sempach. Regie führt sie zum ersten Mal. Wie kam sie dazu? «Ich war früher bei der Landjugend Pilatus Mitglied, mein Mann bei der Landjugend Seetal. So lernten wir uns kennen», erzählt die 56-Jährige. Diese Verbundenheit zur Landjugend hat dazu geführt, dass sie angefragt wurde und man ihr die Regiearbeit zutraute. «Diese Aufgabe interessierte mich und ich sagte zu. Die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen erlebte ich als sehr schön und spannend.»

Sie habe die Gruppe als sehr spielfreudig und engagiert erlebt. «Aber im Gegensatz zu älteren Laiendarstellern sind sie abgelenkter durch Ausbildung, Arbeit oder anderen Hobbys.» Geprobt wurde seit Mai jede Woche ein- bis zweimal. «Eine hohe Präsenz und Konzentration ist bei diesem temporeichen Stück notwendig», bilanziert Pia Troxler.

Die Lachmuskeln werden frontal attackiert

Bei der Hauptprobe anfangs Woche klappten die schnellen Dialoge und häufigen Auf- und Abgänge schon fast fehlerfrei. Die Lachmuskeln des Publikums werden frontal attackiert. Pia Troxler hat ihre Premiere als Regisseurin einwandfrei gemeistert. Es ist kaum erkennbar, dass die Mehrheit der Spieler neu auf der Bühne sind.

Einer davon ist Matthias Kempf (20). Der gelernte Zimmermann sagt: «Die Probezeit war intensiv, es ging viel Freizeit drauf. Doch die Erfahrung ist absolut positiv.» Er sei nun gespannt, wie es ist, vor Publikum zu spielen. Ab diesem Sonntag wird er hoffentlich vor vollbesetzten Stuhlreihen spielen.

Hinweis
Premiere ist am Sonntag, 6. Oktober, um 11.30 Uhr. Zweite Aufführung um 19 Uhr. 11. /12. Oktober um 20 Uhr. Lindenfeldsaal Eschenbach. Reservation: Telefon 077 498 83 88

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