Fundament für Luzerner Lehrerbildung

Der Kanton Luzern führt ab dem 1. August 2013 eine eigenständige Pädagogische Hochschule. Der Regierungsrat hat am Dienstag dem Parlament das Gesetz vorgelegt, das die heutige Teilschule der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) in die PH Luzern umwandelt.

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Die Pädagogischen Hochschule (PH) in Luzern entsendet dieses Jahr 235 Absolventen von der Ausbildung in die Berufspraxis. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Pädagogischen Hochschule (PH) in Luzern entsendet dieses Jahr 235 Absolventen von der Ausbildung in die Berufspraxis. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Ende 2000 legten Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug mit einem Konkordat den Grundstein für eine gemeinsame Lehrerbildung auf Hochschulstufe. Dies bedeutete das Aus für die Lehrerseminare.

Die PHZ besteht aus drei teilautonomen Teilschulen in Luzern (ab 2003) sowie in Goldau SZ und Zug (ab 2004). Doch 2010 beendete Luzern die Ära einer Zentralschweizer Lehrerbildung und trat aus dem Konkordat aus. Die PHZ sei zu kompliziert organisiert, lautete die Kritik Luzerns.

Ab Beginn des Studienjahres 2013/14 wird Luzern seine PH alleine führen. Der Alleingang erlaube eine effiziente und flexible Führung und eine schlanke Hochschulleitung, schreibt der Regierungsrat zum neuen Gesetz über die Lehrerinnen- und Lehrerbildung und die Pädagogische Hochschule Luzern.

Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer dürften vom Wechsel indes nur wenig zu spüren bekommen. Nur die Trägerschaft der Schule und die Organisation änderten, das Angebot und der Leistungsauftrag blieben unverändert, teilte der Regierungsrat mit.

Strategisches Führungsgremium wird der PH-Rat sein, der vom Bildungsdirektor präsidiert wird und aus sechs bis acht Mitgliedern bestehen soll. Der Rektor der PH gehört von Amtes wegen mit beratender Stimme dem Rat an.

An der Luzerner Teilschule der PHZ studieren knapp 1400 Personen. Sie ist damit die viertgrösste der 14 pädagogischen Hochschulen der Schweiz.

sda