Kanton Luzern
Dagmersellen, Egolzwil, Reiden, Werthenstein und Willisau mit Defizit – Escholzmatt-Marbach mit Plus

In verschiedenen Luzerner Gemeinden wird in den kommenden Wochen über die Budgets von 2022 entschieden. Einzig Escholzmatt-Marbach erwartet einen Überschuss.

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Dagmersellen

Das Budget sieht für 2022 ein Minus von knapp 700 000 Franken vor. Dabei soll der Steuerfuss bei 1,85 Einheiten bleiben. Mehrausgaben seien in den Bereichen Bildung sowie Gesundheit und Soziales zu erwarten, teilt die Gemeinde mit. Das prognostizierte Minus entspreche dem Steuerausfall von 0,10 Einheiten. Diese Senkung mussten 2020 alle Gemeinden vornehmen. Ab 2024 soll der Steuerfuss auf 1,95 Einheiten erhöht werden. Die Gemeindeversammlung entscheidet am 2. Dezember darüber.

Egolzwil

Das Budget der Gemeinde sieht für das kommende Jahr ein Minus von knapp 500 000 Franken vor. Laut Mitteilung verzeichnen die Personal- und Transferkosten ein grosses Kostenwachstum. Der Gemeinderat schlägt eine Steuererhöhung um 0,05 Einheiten auf 2,05 Einheiten vor. Er fasst eine weitere Steuererhöhung in dieser Höhe für das Jahr 2023 ins Auge. Die Gemeindeversammlung befasst sich am 9. Dezember damit.

Escholzmatt-Marbach

Die Gemeinde Escholzmatt-Marbach budgetiert für 2022 ein Plus von 236 000 Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von 41 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll laut Mitteilung der Gemeinde bei 2,0 Einheiten bleiben. Weiter plant Escholzmatt-Marbach Investitionen in Höhe von rund 6,5 Millionen Franken. Die Gemeindeversammlung entscheidet am 26. November über das Budget.

Reiden

Die Gemeinde rechnet für das Budget 2022 mit einem Verlust von rund 253 000 Franken. Die finanziell gewichtigsten Bereiche seien Bildung, Soziales und Gesellschaft/Gesundheit. Die Bruttoinvestitionen betragen rund vier Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung heisst. Hauptsächlich würden diese Kosten für die Sanierung der Werkleitungen und den damit verbundenen Strassensanierungen anfallen. Der Gemeinderat beabsichtige für das Jahr 2022 den Steuerfuss analog dem Vorjahr bei 2,2 Einheiten zu belassen. Die Gemeindeversammlung wird am 30. November darüber befinden.

Werthenstein

Die Gemeinde rechnet für das kommende Jahr mit einem Minus von 170 000 Franken. Dies bei einem Gesamtaufwand von 15,4 Millionen Franken. Weiter rechnet sie laut Mitteilung in den Bereichen Bildung, Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen mit Mehrausgaben. Der Steuerfuss soll unverändert bei 2,15 Einheiten bleiben. Die Gemeindeversammlung entscheidet am 13. Dezember über das Budget.

Willisau

Im Budget 2022 weist die Stadt Willisau bei einem Umsatz von rund 78,8 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 300 000 Franken aus, wie es in der Abstimmungsbotschaft heisst. So steige der Aufwand im Aufgabenbereich Politik und Dienstleistungen und auch die Bildungs- und Gesundheitskosten seien weiter zunehmend. Aufgefangen würden diese Mehraufwendungen durch höhere Finanzausgleichsbeiträge und höhere Einnahmen in den Sondersteuern. Die budgetierten Investitionen von 9,213 Millionen Franken bestehen aus vielen kleineren Beträgen. Die Sanierung des Feuerwehrgebäudes und die Schulhaussanierung Schloss 1 seien die grössten Investitionsvorhaben. Der Steuerfuss liege wie bisher bei 2,1 Einheiten. Die Urnenabstimmung findet am 28. November statt. (fmü/dlw)

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