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Fusion: Altwis hofft erneut auf Hitzkirch

Um die Geldprobleme zu lösen, will Altwis nochmals einen Zusammenschluss mit Hitzkirch ins Auge fassen. Die Gemeinde ist gesprächsbereit, aber skeptisch.
Martina Odermatt
Durch eine Fusion mit Hitzkirch will die Gemeinde Altwis ihre Finanzprobleme in den Griff bekommen. (Bild: Pius Amrein, 23. Dezember 2017)

Durch eine Fusion mit Hitzkirch will die Gemeinde Altwis ihre Finanzprobleme in den Griff bekommen. (Bild: Pius Amrein, 23. Dezember 2017)

«Altwis – wie weiter?» Geleitet von dieser Frage fand in der kleinen Seetaler Gemeinde am Dienstagabend ein Workshop mit der Bevölkerung statt. Und dies war auch dringend nötig. Denn als die Bürger entgegen der Empfehlung des Gemeinderats Ende November den Steuerfuss von 2,6 auf 2,4 Einheiten senkten – und das trotz eines ohnehin bereits budgetierten Defizits von knapp 225000 Franken –, traten zwei von drei Gemeinderäten zurück. «Unsere Bemühungen der letzten Jahre wurden über Nacht zur Makulatur», sagte Gemeindeammann Markus Thomi nach dem Steuersenkungsentscheid gegenüber unserer Zeitung.

Wie will sich Altwis nun also aus der misslichen Lage befreien? Am Workshop, der unter Ausschluss der Medien stattgefunden hatte, nahmen laut einer Mitteilung der Gemeinde 25 Personen teil. «Der Workshop verlief wie erhofft. Es wurde angeregt diskutiert», sagt der Gemeindepräsident von Altwis, Hans El­miger (CVP). Die Anwesenden ­waren sich einig, dass ein Alleingang keine Option mehr ist. Die Mehrheit sprach sich für einen Zusammenschluss mit Hitzkirch aus. Dies wohl auch aufgrund der Zentrumsfunktion der Nach­bargemeinde. Die Teilnehmer kamen also zum gleichen Schluss wie der Gemeinderat.

«Bedingungen für eine Fusion sind jetzt besser»

Es ist nicht das erste Mal, dass Altwis mit einer Fusion mit Hitzkirch liebäugelt. Bereits 2014 gab es ­Fusionsgespräche. Damals war Hitzkirch allerdings der Meinung, der Zusammenschluss lohne sich nicht, und verlangte vom Kanton einen Fusionsbeitrag von 10 Millionen Franken, um für die Dauer von 15 bis 20 Jahren ohne Steuererhöhung auszukommen. Hans Elmiger sieht durchaus Chancen, dass die Fusion diesmal zu Stande kommt: «Beide Gemeinden stehen jetzt finanziell besser da als vor vier Jahren. Der Zeitpunkt, um die Gespräche wieder aufzunehmen, ist jetzt deutlich besser.»

Das Gespräch mit Hitzkirch ist für Altwis zurzeit der einzig gangbare Weg. Sollte Hitzkirch noch immer nicht fusionswillig sein, muss die Gemeinde nochmals über die Bücher gehen. ­Elmiger: «Wir würden wohl das Gespräch mit der Regierung ­suchen.» Denn man habe zwar eine Verwaltungsgemeinschaft mit Ermensee, die Teilnehmer hätten sich am Workshop aber klar für eine Fusion mit Hitzkirch ausgesprochen.

Der Hitzkircher Gemeindepräsident David Affentranger (CVP) wurde am Mittwochmorgen bereits mündlich informiert. In den nächsten Tagen soll das offizielle Gesuch von Altwis eintreffen. Überrascht über diesen Schritt ist Affentranger nicht. Bereits Ende 2017 hat er mit Elmiger über eine allfällige Fusion und den Workshop gesprochen. Und er fügt an:«Wenn ich mich in die Altwiser hineinversetze, ist diese Fusion ein logischer Schritt.» Man müsse nun die aktuellen Zahlen anschauen und die Situation frisch beurteilen. Doch der Gemeindepräsident sagt auch: «Ich glaube kaum, dass die Hitzkircher einer Fusion zustimmen würden, die ihnen mehr Nach- als Vorteile bringt.»

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