FUSION: Das Gemeindehaus Littau wird zur Kundenzone

Zentrale Verwaltung in Luzern, Kundenzone in Littau: So soll die Verwaltung nach der Fusion organisiert werden. Auch in punkto Sportförderung und Musikschulen stehen die Neuerungen fest.

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Petra Büchli von der Gemeindeverwaltung Littau beim Beraten von Kunden am Schalter. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Petra Büchli von der Gemeindeverwaltung Littau beim Beraten von Kunden am Schalter. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Auf der Basis des erwarteten Raumbedarfs und der Belegungsszenarien traf die Projektsteuerung (Gemeinderat Littau und Stadtrat Luzern) folgende Entscheidungen: Die Stadtverwaltung wird in Luzern zentralisiert. Dazu werden die Standorte im Stadthaus und dem nahen Umkreis sowie an der Industriestrasse 6 genutzt, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Das Gebäude Winkelriedstrasse 7 soll weiter für Verwaltungsarbeitsplätze gemietet, das Gebäude Winkelriedstrasse 14 (bereits im Eigentum der Stadt Luzern) soll baldmöglichst als Verwaltungsstandort genutzt werden.

Polizeiposten bleibt, Bibliothek zieht weg
Im Gemeindehaus Littau wird eine Kundenzone eingerichtet, die es den Einwohnern der Stadtteile Littau und Reussbühl erlaubt, ihre alltäglichen Amtsgeschäfte vor Ort abwickeln zu können. Die Ansiedlung dieser Zone im Gemeindehaus hängt noch von Verhandlungen mit dem Kanton ab. Die Stadt Luzern und die Gemeinde Littau führen zurzeit Gespräche mit dem Kanton Luzern betreffend Gemeindehaus Littau. Dieser prüft im Rahmen seiner Immobilienstrategie das ganze Gebäude oder Teile davon zu mieten und darin Dienststellen einzurichten, welche jetzt im Zentrum der Stadt domiziliert sind. Die Kundenzone in Littau kann von allen Einwohnern der Stadt Luzern, unabhängig vom Wohnort, genutzt werden. Im Haus wird sich weiterhin der Posten der Luzerner Polizei befinden. Die Gemeindebibliothek zieht in das Ruopigenzentrum um.

3'270'000 Franken Kosten
Mit einem entsprechenden Bericht und Antrag wird beim Grossen Stadtrat der für die Ausführungsplanung und Umsetzung dieser Konzeption ein Kredit von insgesamt 3'270'000 Franken (fusionsbedingt weniger als eine Million) beantragt. Nach Genehmigung des Kredits durch den Grossen Stadtrat werden das generelle Konzept und die Nutzungsstudien verfeinert. Die Arbeitsplätze werden definitiv zugeteilt, und die Umzugsplanung erstellt. Ab November 2009 bis Frühjahr 2010 werden die verschiedenen Umzüge etappenweise durchgeführt. Die Gemeindebibliothek zieht bereits im Juni 2009 ins Ruopigenzentrum um. Stadtrat und Gemeinderat orientieren Ende September 2009 über die örtlichen Veränderungen in der künftigen Verwaltung.

scd