FUSION: Erneut gibt eine regionale Krankenkasse auf

Nach der Xundheit verliert nun eine zweite Luzerner Krankenkasse ihre Selbstständigkeit. Weitere werden folgen, sagt ein Experte.

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Judith Peter von der Krankenkasse Luzerner Hinterland berät eine Kundin. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Judith Peter von der Krankenkasse Luzerner Hinterland berät eine Kundin. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

In der Zentralschweiz fusionieren zwei kleine Krankenkassen: Die Luzerner Hinterland übernimmt die Kranken- und Unfallkasse Rothenburg. Letztere sah sich nicht mehr in der Lage, den hohen administrativen Aufwand zu bewältigen. Die 950 Mitglieder wurden von einer Angestellten betreut.

Allgemeine Tendenz
Dass nach der Xundheit, die der Stadt Luzern gehört, eine weitere Kasse von einer anderen übernommen wird, spiegelt laut Gesundheitsökonom Willy Oggier eine allgemeine Tendenz wider. Ein ähnlicher Konsolidierungsprozess findet derzeit auch im Wallis statt. «Im Rahmen verschiedener gesundheitspolitischer Reformen sind die Anforderungen an die Führung von Krankenkassen in der Schweiz erheblich gestiegen», nennt Oggier als Grund für diese Entwicklung. Der Gesundheitsökonom geht davon aus, dass kleinere Nischenkassen künftig nur noch mit einem Mitgliederbestand von mindestens 20'000 Mitgliedern eine Existenzberechtigung haben.

Die Luzerner Hinterland betreut 15'000 Versicherte. Sie hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, weiter zu wachsen.

Ob die Xundheit tatsächlich ihre Unabhängigkeit aufgibt, wie es der Stadtrat wünscht, wird sich am 26. Juni zeigen. Dann entscheidet das Stadtparlament über die Zukunft der Kasse.

ist.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag im Wirtschaftsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.