FUSION: Gemeindepräsident von Wauwil tritt zurück

Nach den gescheiterten Fusionsverhandlungen zwischen den beiden Gemeinden Wauwil und Egolzwil tritt der Gemeindepräsident von Wauwil, Jakob Lütolf (CVP), zurück. Der 48-Jährige hat seine Demission per Ende Jahr eingereicht.

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Jakok Lütolf, Gemeindepräsident von Wauwil, tritt zurück. (Bild Pius Amrein)

Jakok Lütolf, Gemeindepräsident von Wauwil, tritt zurück. (Bild Pius Amrein)

Jakob Lütolf erwähnte in seinem Rücktrittsschreiben, dass er sich infolge der Differenzen in der Fusionsfrage zu diesem Schritt entschlossen habe, teilte der Wauwiler Gemeinderat am Donnerstag mit. Dieser bedauert den Rücktritt «sehr», könne aber die Gründe für die Demission nachvollziehen, wie er schreibt. Die Ersatzwahl findet am 28. Februar 2016 statt. Wahlvorschläge müssen bis am Montag 11. Januar um 12 Uhr bei der Gemeinde eintreffen.

Lütolf war auf den 1. Januar 2014 als Präsident in den Gemeinderat gewählt worden. Er war der Nachfolger von Vreni Gassmann, die während der Amtsperiode vorzeitig demissioniert hatte.

Der Egolzwiler Gemeinderat hatte im August in einem offenen Brief den einseitigen Abbruch der Fusionsbemühungen von Seiten Wauwils publik gemacht. Der Gemeinderat von Wauwil nannte als Grund für den Abbruch, dass in wichtigen Punkten der erwartete Grad der Übereinstimmung noch nicht erreicht sei, der für die zukünftig erfolgreiche Führung der fusionierten Gemeinde als Voraussetzung erachtet werde.

Im Frühling 2014 befürworteten in einer Bevölkerungsumfrage 84 Prozent der Teilnehmenden in Egolzwil und Wauwil die Prüfung einer Fusion. Der Luzerner Regierungsrat sicherte einen Beitrag von 2,75 Millionen Franken zu. Eine Volksabstimmung über das Zusammengehen war für den Frühling 2016 geplant, die Fusion für Anfang 2017. 2006 war eine Fusion der beiden Gemeinden am Nein der Egolzwiler Stimmberechtigten gescheitert.

sda/rem