FUSION LITTAU-LUZERN: Die Fusion Littau-Luzern ist auf Kurs

Ein Jahr nach der Absegnung an der Urne sind die Vorbereitungen zur Fusion von Luzern und Littau in vollem Gange.

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Der Luzerner Stadtpräsident Urs W. Studer (links) und der Gemeindepräsident von Littau, Josef Wicki, sind mit der Fusion auf Kurs.(Bild Marco Zanoni/Neue LZ)

Der Luzerner Stadtpräsident Urs W. Studer (links) und der Gemeindepräsident von Littau, Josef Wicki, sind mit der Fusion auf Kurs.(Bild Marco Zanoni/Neue LZ)

Am 17. Juni 2007 hatten die Stimmberechtigten der Stadt Luzern und der Agglomerationsgemeinde Littau die Fusion genehmigt. Der Zusammenschluss erfolgt auf den 1. Januar 2010. Die Einwohnerzahl Luzerns steigt damit von heute knapp 60'000 auf rund 75'000. Am Jahrestag der Abstimmung zogen die beiden Gemeinden - eine positive - Bilanz über die bisherigen Vorarbeiten zur Fusion. Man sei auf Kurs, hiess es. Über 200 Angestellte wirkten bei der Umsetzung des Fusionsvertrags innerhalb der 13 Teilprojekte mit.

Allerdings besteht in allen Direktionen noch Klärungsbedarf. Zudem hat die inzwischen in die Wege geleitete Fusion von Stadt- und Kantonspolizei Auswirkungen auf die Organisation der Stadtverwaltung. Noch offene Fragen sollen bis im Herbst geklärt werden. Bis Ende 2008 soll die definitive Organisation der Verwaltung geklärt sein.

Vorgezogene Fusionen von Dienststellen
Für den Zusammenschluss wurde ein Einsparpotenzial von 12 Millionen Franken vorgegeben. Bis jetzt hat man 75 Prozent dieses Potenzials aufgezeigt. Zusätzliche Anstrengungen sind laut Medienmitteilung notwendig, um bis im September die fehlenden Synergien festzulegen. Für Leistungsanpassungen sind im Fusionsvertrag 3 Millionen Franken vorgesehen. Dieser Rahmen könne eingehalten werden, heisst es. Die Anpassungen seien aber erst möglich, wenn das Synergieziel von 12 Millionen Franken erreicht werde.

Schon vor der eigentlichen Fusion arbeiten gewisse Dienststellen zusammen oder haben sich zusammengeschlossen. In diesem Jahr unter anderem das Friedensrichteramt, das Vormundschaftswesen, das Teilungsamt, die Wirtschaftsförderung und die Musikschule. Auf 2009 werden die Betreibungsämter, die Finanzbuchhaltung und die Sozialberatung fusioniert.

«Anspruchsvolle» Integration der Verwaltungen
Diskutiert wird die künftige Nutzung des (noch neuen) Littauer Gemeindehauses. Angestrebt wird die Einquartierung einer Verwaltungsabteilung. Ebenso soll sich dort ein Kundenschalter für Bevölkerungsdienste, Steuern und Betreibungsamt befinden. Auch die Littauer Gemeindebibliothek soll dort unterkommen.

Als «anspruchsvoller Prozess» wird die Integration der Mitarbeitenden der Littauer Verwaltung in diejenige Luzerns bezeichnet. Das Ziel, bis Mitte 2008 für jede der 21 Kaderpersonen die neue Aufgabe definiert zu haben, ist laut Mitteilung sehr nahe. Bis Mitte 2009 sollen die neue Aufgaben für alle Mitarbeitenden geklärt werden. Durch enge Zusammenarbeit der Pesonalverantwortlichen von Littau und Luzern werde sichergestellt, dass Vakanzen in der Stadtverwaltung wenn immer möglich durch Mitarbeitende aus Littau besetzt werden können, heisst es in der Medienmitteilung.

sda