FUSION: Pfeffikon will Fusion – notfalls auch mit Aargau

Pfeffikon ist auf sich allein gestellt nicht überlebensfähig und braucht einen starken Partner. Deshalb nimmt die Gemeinde Fusionsabklärungen vor – auch ausserhalb des Kantons Luzern.

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Der Ortseingang von Pfeffikon im Oktober 2008. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Der Ortseingang von Pfeffikon im Oktober 2008. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Die Gemeinde Pfeffikon ist in Not und hat daher ein Gesuch für einen Sonderbeitrag über vier Millionen Franken beim Luzerner Regierungsrat gestellt. Dieser wurde allerdings mit Auflagen verbunden: ein Maximalsteuerfuss von 2,4 Einheiten, (heute 2,25), Kostenreduktionen, aufgeschobene Investitionen und Fusionsabklärungen. Und auch dann würde die Gemeinde laut Mitteilung höchstens zwei Millionen Franken erhalten.

Reinach als neuer Partner?
Aus verschiedenen Gründen «konnte und wollte der Gemeinderat nicht auf die Bedingungen eingehen», heisst es in der Mitteilung. Deshalb hat die Gemeinde am 20. November in einem weiteren Gespräch Fusionsabklärungen mit dem Kanton Luzern vereinbart.

Allerdings sucht die Gemeinde nicht nur im Kanton Luzern nach einem Partner, sie schielt auch in den Kanton Aargau, genauer nach Reinach. Bevor der Gemeinderat von Pfeffikon allerdings in diese Richtung aktiv wird, verlangt er die schriftliche Einwilligung des Regierungsrates. Ende 2008 hatten Rickenbach und Pfeffikon ihre Fusionsverhandlungen storniert.

Stromanbieter könnte Einsparungen bringen
Knackpunkt für die Gemeinde seien die Strompreise der CKW, heisst es in der Mitteilung weiter. Bevor die Gemeinde den Konzessionsvertrag mit dem Stromanbieter um weitere 25 Jahre verlängere, wolle sie versuchen, mit der EWS Energie in Reinach ins Geschäft zu kommen, heisst es. Davon verspricht sich Pfeffikon Einsparungen von bis zu 40 Prozent.

An der Gemeindeversammlung wurde das Gemeindebudget gutgeheissen. Bei einem Steuerfuss von 2,25 Einheiten sieht der Voranschlag 2010 ein Defizit von rund 713'000 Franken vor.

ana