FUSION: Zwei Feuerwehren bündeln ihre Kräfte

Die Stimmbürger von Entlebuch und Hasle heissen den Zusammenschluss ihrer Feuerwehren per 1. Januar 2016 gut. Das Ja bringt ein Bauprojekt ins Rollen.

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Sie stehen der fusionierten Feuerwehr künftig vor: Werner Bieri, heute Kommandant der Feuerwehr Entlebuch (links), und Roland Studer, Kommandant von Hasle. (Bild Dominik Wunderli)

Sie stehen der fusionierten Feuerwehr künftig vor: Werner Bieri, heute Kommandant der Feuerwehr Entlebuch (links), und Roland Studer, Kommandant von Hasle. (Bild Dominik Wunderli)

Evelyne Fischer

Der Schulterschluss der Feuerwehren ist besiegelt: Ab dem 1. Januar 2017 steht Roland Studer aus Hasle der fusionierten Wehr Entlebuch-Hasle vor. Werner Bieri aus Entlebuch amtet als Vizekommandant. Diesen Schritt haben in Entlebuch gestern 196 Stimmbürger befürwortet. Einstimmig. In Hasle sagten die 119 Anwesenden grossmehrheitlich ja.

Neues Feuerwehrlokal geplant

In Entlebuch sorgte der Grossaufmarsch von Stimmberechtigten im Hotel Drei Könige für einen prallvollen Saal. Noch vor drei Jahren sagte die Gemeinde Nein zu einer Fusion – in Hasle wurde das Geschäft daraufhin abtraktandiert. Im zweiten Anlauf aber klappte es auf Anhieb. Ohne ein einziges Votum genehmigten die Anwesenden den Gemeindevertrag über die künftige Organisation der Feuerwehr sowie das Feuerwehrreglement.

Wie Gemeindepräsident Adrian Felder in der letzten Versammlung unter seiner Regie ausführte, macht die Fusion aus finanzieller Sicht Sinn: «Bei einer gemeinsamen Feuerwehr können die Kosten durch die Ersatzabgaben vollumfänglich gedeckt werden.» Dies sei bislang nicht der Fall gewesen. Ab 2021 dürften die beiden Gemeinden damit jährlich um insgesamt 60 000 Franken entlastet werden. Die Reorganisationskosten belaufen sich auf rund 33 700 Franken. «Diese Summe ist vernachlässigbar», so Felder. Die Gemeinde Entlebuch übernimmt künftig die Trägerschaft der fusionierten Feuerwehr. Hasle beteiligt sich als Vertragsgemeinde anteilsmässig an den Kosten (Ausgabe vom Montag).

Das sichtbare Zeichen der Fusion ist der künftige Standort der Feuerwehr Entlebuch-Hasle: Einstimmig genehmigten die Stimmbürger einen Sonderkredit in der Höhe von 725 000 Franken für neue Räumlichkeiten und Feuerwehr-Einrichtungen im Gebiet Zwischenwassern. Eine Beteiligung von knapp 270 000 Franken stellt die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern in Aussicht. Geplant ist, dass die Gemeinde Entlebuch die Hälfte der bestehenden Landi-Lagerhalle kauft und diese mit einem Anbau versieht. In Zwischenwassern betreiben Entlebuch und Hasle bereits heute eine gemeinsame Sammelstelle.

Budget 2016 gutgeheissen

Einstimmig genehmigten die Stimmberechtigten ferner den Voranschlag 2016: Dieser rechnet bei einem Gesamtaufwand von 18,5 Millionen Franken mit einem Plus von 155 500 Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 2,3 Einheiten. Mit vier Gegenstimmen gutgeheissen haben die Bürger weiter die Zonenplanänderung im Gebiet Baumgarten: Hier will die Transport AG Entlebuch eine neue Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial erstellen. Die Deponie soll während 10 Jahren betrieben werden.