FUSIONEN: Die Agglomerationsgemeinden brauchen Zeit

Die an den Fusionsabklärungen beteiligten Gemeinden der Agglomeration Luzern brauchen mehr Zeit. Einige Gemeinden wollen den Beitritt zur «Steuerungsgruppe Starke Stadtregion» dem Gemeindeparlament oder den Stimmberechtigten unterbreiten.

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Luftaufnahme der Stadt Luzern, im Vordergrund das Sonnmatt-Quartier. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Luftaufnahme der Stadt Luzern, im Vordergrund das Sonnmatt-Quartier. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Freitag wollen die Gemeindebehörden von Adligenswil, Ebikon, Emmen, Horw, Kriens, Littau und Luzern im September die weiteren Schritte des Vorgehens klären und über den Terminplan entscheiden. Angestrebt wird eine Grundsatzvereinbarung zwischen Kanton, Stadt und Agglomerations-gemeinden.

Die sieben Gemeindebehörden wollen die Vor- und Nachteile einer Fusion respektive einer verstärkten Zusammenarbeit prüfen. Dabei vertraten Kommunen und Regierung im Vorfeld unterschiedliche Positionen. So wollte die Regierung weitere Abklärungen zur Zusammenarbeit nicht finanziell unterstützen.

Inzwischen hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt. Nach Ansicht der Regierung können jetzt Zusammenarbeitsfragen in den Fusionsprozess einbezogen werden, wenn sie Gegenstand der allgemeinen Fusionabklärungen sind. Weitergehende Abklärungen zu Kooperationen müssen dagegen von den Gemeinden bezahlt werden.

Hinter den Bemühungen von Regierung und Luzerner Stadtrat um eine «Starke Stadtregion» steht das Ziel eines Gross-Luzerns mit gegen 150'000 Einwohnern. Ein erster Schritt ist die bereits beschlossene Fusion von Luzern und Littau auf 2010; damit wächst die Zahl der Einwohner von 58'000 auf rund 75'000.

sda