Fusionen: Vorteile überwiegen Nachteile

Fusionsgemeinden im Kanton Luzern beurteilen den Zusammenschluss nach drei bis sechs Jahren grundsätzlich positiv. Den grössten Gewinn sehen sie in der Raumplanung sowie bei der Neuorganisation von Schule und Verwaltung.

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Das luzernische Amt für Gemeinden hat mit den Gemeindepräsidenten von Dagmersellen, Ettiswil, Hitzkirch, Hohenrain, Reiden, Römerswil und Triengen sowie dem Stadtammann von Willisau Gespräche über die Auswirkungen der Fusionen geführt. Über das Ergebnis informierte das Amt am Mittwoch. Die Vorteile einer Fusion liegen demnach in erster Linie bei der Raumplanung sowie bei der Organisation von Schule und Verwaltung. Bei der Raumplanung etwa kann über ein grösseres Gebiet geplant werden. Die Verwaltung kann effizienter organisiert werden.

Weniger an den Gemeindeversammlungen

Zu den Gemeindeversammlungen kommen heute – vor allem aus den neuen Ortsteilen – noch weniger Personen als vor der Fusion. Aus den neuen Ortsteilen stehen auch wenige Personen für die politischen Ämter zur Verfügung. Das Parteileben entwickelt sich aber nicht in allen Fusionsgemeinden gleich.

Keine klaren Aussagen gibt es zu den finanziellen Auswirkungen, da die heutige Situation nicht mit jener vor der Fusion vergleichbar ist. Mit Steuergesetzrevisionen und der Pflegefinanzierung haben sich zudem viele Faktoren verändert. Im Moment profitieren die fusionierten Gemeinden noch von Geldern aus dem Finanzausgleich.

Der Grossteil der Bevölkerung ist laut Aussagen der Gemeindevertreter mit der Fusion zufrieden. Diese würden sich auch heute wieder für eine Fusion entscheiden. Nachteile wurden laut Medienmitteilung in den Gesprächen kaum erwähnt. Wenn doch, so seien sie gemeindespezifisch und nicht zwingend auf die Fusion zurückzuführen.

sda