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FUSSBALL: Cupfinal bald in Luzern?

Nach dem Streit zwischen der Stadt Bern und dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) ist unklar, wo künftig der Cupfinal stattfinden wird. Der FCL zeigt sich grundsätzlich interessiert, das prestigeträchtige Endspiel in der Swissporarena durchzuführen.
Luca Wolf
Der FCL ist interessiert daran, den Cupfinal künftig in der Luzerner Swissporarena auszutragen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der FCL ist interessiert daran, den Cupfinal künftig in der Luzerner Swissporarena auszutragen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Nach Genf hat laut «tagesanzeiger.ch» auch Zürich Interesse signalisiert. «Es wäre toll, den Cupfinal in Zürich zu haben», sagt Regierungsrat und Sportminister Mario Fehr (SP) gegenüber dem Tagi-Onlineportal. Und wie siehts mit Luzern aus? René Baumann, FCL-Medienchef gibt sich auf Anfrage unserer Zeitung durchaus interessiert: «Grundsätzlich hat natürlich auch die Stadionbetreiberin swissporarena events ag das Interesse, dass der Cupfinal in Luzern stattfindet. Allerdings müssten dazu in erster Linie der Schweizerische Fussballverband als Veranstalter sowie die Stadt Luzern und die Luzerner Polizei sowie das Justizdepartment ihr Einverständnis geben.»

Möglichkeiten werden diskutiert

Seitens des Kantons konnte am Dienstag noch niemand Stellung nehmen. Und bei der Stadt hält sich Kultur- und Sportchefin Rosie Bitterli-Mucha auf Anfrage noch bedeckt: «Als für Sport und Sportförderung zuständige Stelle begrüssen wir, wenn in Luzern attraktive Sportveranstaltungen, die die Bevölkerung erfreuen, durchgeführt werden. Ob und unter welchen Bedingungen und Auflagen hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit das für den Cupfinal zutrifft, steht derzeit in Diskussion.»

Austragung in Luzern nicht ausgeschlossen

Und was sagt der Schweizerische Fussballverband als Veranstalter zum Standort Luzern? Medienchef Marco von Ah: «Ausgeschlossen ist das nicht. Aber ist noch zu früh, schon jetzt konkret Stellung zu nehmen.» Auf die Frage, ob der SFV die Swissporarena mit ihren maximal 17000 Plätzen nicht von Anfang an von der Liste potentieller Kandidaten streiche, weil sie zu klein sei, antwortet von Ah: «Nein, die Grösse ist nicht der allein-entscheidende Faktor.» Zum Vergleich: Das Berner Stade de Suisse fasst 32000 Zuschauer, der Zürcher Letzigrund und das Stade de Genève je 30000. Der SFV stellt auch Überlegungen an, den Cup-Austragungsort alternierend mal in dieser, mal in jener Stadt durchzuführen. Auch weiteren kreativen Ideen wie etwa ein Hin- und ein Rückspiel durchzuführen, stehe man offen gegenüber.

Für das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern ist eine Austragung des Cupfinals in Luzern aktuell kein Thema: «Erst wenn eine formelle Anfrage des SFV erfolgen würde, müsste dies beurteilt werden. Wir gehen aber davon aus, dass die Kapazität der Swissporarena mit 17‘000 Plätzen für den Cupfinal eher nicht in Frage kommt», so Departementssekretär Vincenz Blaser auf Anfrage. Gemäss Blaser würde die Kostenbeteiligung der Organisatoren am Polizeieinsatz bei einem solchen Event rechtlich gesehen bis zu 100 Prozent betragen.

Der Streit zwischen der Stadt Bern als traditionellem Austragungsort des Cupfinals und dem SFV ist aufgrund von hohen, durch Fans verursachten Sachschäden in der Stadt Bern sowie den Sicherheitskosten entbrannt. Der SFV hat sich schlussendlich bereit erklärt, an die Sicherheitskosten 200000 Franken zu zahlen.


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