FUSSBALL: FCL-Gastspiel in Emmenbrücke sorgt für Unmut

Der FC Emmenbrücke lehnt ein Gastspiel des FC Luzern im Gersag ab. Seine Mitglieder befürchten, dass sie keinen Platz mehr haben.

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Der FC Luzern möchte bei einem Stadionneubau auf der Allmend ab Februar 2009 seine Meisterschaftsspiele im Gersagstadion in Emmenbrücke austragen. Eine entsprechende Anfrage ist beim Gemeinderat eingetroffen.

Angst vor Einschränkungen 
Nun regt sich aber in Emmen der Widerstand. An der Generalversammlung des FC Emmenbrücke wurde am letzten Freitagabend eine Konsultativabstimmung durchgeführt. 24 FCE-Mitglieder befürworteten ein Gastspiel des FC Luzern, 25 lehnten dies kategorisch ab. Die übrigen rund 20 Anwesenden enthielten sich der Stimme. Der knappe Negativentscheid fiel trotz einer Information von Gemeinderat Urs Dickerhof. Dieser ist nicht nur Ehrenpräsident des FC Emmenbrücke, sondern sitzt auch im Beirat des FC Luzern.

Die Begründung für die Ablehnung: Während 27 Spieltagen würden die 21 Teams des FC Emmenbrücke enorme Einschränkungen im Spielbetrieb erfahren, zudem sei der zeitliche Aufwand für den Vereinsvorstand sehr hoch und die finanziellen Folgen würde man nicht kennen. Emmens Finanzdirektor Urs Dickerhof relativiert das Abstimmungsergebnis: «Die Grundlagen für einen Entscheid sind noch dürftig. Wir erwarten zuerst vom FC Luzern noch weitere Konzepte, vor allem im Bereich Sicherheit und Verkehr.» Der Gemeinderat habe noch keinen Entscheid getroffen.

«Der FC Emmenbrücke soll nicht wegen uns leiden»
Beim FC Luzern nimmt man vom Resultat der Konsultativabstimmung Kenntnis. «Wir wollen dieses aber nicht überbewerten», sagt FCL-Präsident Walter Stierli. «Klar ist, dass der FC Emmenbrücke wegen uns nicht leiden soll.» Man müsse nun erst einige offene Fragen diskutieren, auch zusammen mit der Vereinsleitung des FC Emmenbrücke.

Nicht tangiert vom FCL-Gastspiel in Emmenbrücke wäre der zweite ortsansässige Fussballclub, der SC Emmen. Der Drittligist spielt auf der Feldbreite. Der Entscheid, ob der FCL in Emmen Gastrecht geniessen wird, fällt der ab 1. September neu zusammengesetzte Emmer Gemeinderat.

Christian Bertschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.