FUSSBALL: In Rothenburg will man keine Chaoten

Die Idee der Luzerner Kantonspolizei, Fans des FC Zürich in Rothenburg abzufangen, sorgt für rote Köpfe. Der Gemeinderat fühlt sich übergangen.

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(Symbolbild Keystone)

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Das Fussballspiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Luzern am 6. Oktober gibt bereits im Vorfeld viel zu diskutieren. Verantwortliche des FC Luzern und die Kantonspolizei prüfen mit der SBB eine neue Sicherheitsmassnahme, um die Konfrontation zwischen Chaoten des FC Zürich und des FC Luzern zu verhindern. So sollen die Zürcher Gäste nicht mehr bis in den Hauptbahnhof Luzern fahren, sondern in Rothenburg auf Busse umsteigen und von dort direkt zum Stadion Allmend gefahren werden.

Während eineinhalb Saisons
Bei diesem einen Versuch wird es allerdings nicht bleiben. Der 6. Oktober soll lediglich einer von zwei Testläufen sein. Der zweite Testlauf soll am 14. Dezember beim Match des FC Luzern gegen den FC Basel stattfinden. Beide Matchs gelten als Hochrisikospiele. Bewährt sich diese Lösung, soll sie während zirka eineinhalb Saisons, also während rund 30 Spielen, so weiterlaufen. Dann nämlich, wenn der FC Luzern während des Baus des neuen Allmendstadions als Gast im Gersagstadion in Emmenbrücke spielen würde. Dies sagt der Rothenburger Gemeindepräsident Reto Wyss auf Anfrage.

Negativer Bescheid
Das Abfangen der auswärtigen Fans in Rothenburg ist aber ein Vorschlag, von dem der Rothenburger Gemeinderat nichts hält. Gestern hat er eine entsprechende Anfrage der FCL-Leitung negativ beantwortet.

Gemeindepräsident Reto Wyss sagt: «Wir haben gar keine Freude an der Idee. Das Problem würde so nur zu uns nach Rothenburg verlagert, und dies nicht nur für ein, zwei Spiele sondern gleich während etwa eineinhalb Saisons. Wyss befürchtet Ausschreitungen und Vandalenakte von Fussballchaoten. «Wir haben mit den betroffenen Grundeigentümern im Umkreis des Bahnhofs Rothenburg das Gespräch gesucht. Sie befürworten diese Idee gar nicht.» Rund 10 Grundeigentümer seien betroffen. Falls es beim Umsteigen der Fussballfans in Rothenburg zu Schäden kommen würde, sei es schwierig, die Verursacher zu finden. «Dafür aufkommen müssten dann die Grundeigentümer», so Wyss weiter.

Susanne Balli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.