Fussgängerstreifen beschäftigten den Kantonsrat

Die Mehrheit des Luzerner Kantonsrat erachtet hiesige Fussgängerstreifen als zu wenig sicher. Ausserdem wird die Aufhebung diverser Fussgängersteifen kritisiert.

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(rt) Immer wieder kommt es zu Unfällen bei Luzerner Fussgängerstreifen. Aus diesem Grund hat Monique Frey (Grüne, Emmen) ein Postulat eingereicht. Darin verlangt sie, dass der Kanton Massnahmen ergreift, «damit die Fussgängerinnen und Fussgänger auf Fussgängerstreifen keiner Gefahr ausgesetzt sind».

Als mögliche Massnahmen nennt sie eine vorschriftsmässige Beleuchtung und Signalisierung, die Installation einer Mittelschutzinsel, Temporeduktion vor Fussgängerstreifen auf Tempo 30 oder neuartige Bemalungen. Ausserdem stört sie sich daran, dass in Tempo 30 Zonen oder bei wenig frequentierten Strassen Fussgängerstreifen reduziert wurden. 

Drohnen Bilder Stadt Luzern. Fotografiert am 27. März 2019.Im Bild: Schwanenplatz, Fussgänger, Fussgängerstreifen, Verkehr, AutoBoris Bürgisser / LZLuftaufnahmeDrohneStadtansichtOrtschaftOrtsbild

Drohnen Bilder Stadt Luzern. Fotografiert am 27. März 2019.
Im Bild: Schwanenplatz, Fussgänger, Fussgängerstreifen, Verkehr, Auto

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Gestern appellierte Frey an den Kantonsrat, «die Gefährdung aufgrund der Geschwindigkeit und Mehrverkehr» ernst zu nehmen. Urs Brücker (GLP, Meggen) unterstützte Frey und kritisierte «die restriktive Politik der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur», die zunehmend Fussgängersteifen aufheben würde. Seine Sorgen galt vor allem den Schulkindern.

Armin Hartmann (SVP, Schlierbach) sah hingegen keinen Bedarf, den Vorstoss zu überweisen, da das Departement Gesprächsbereitschaft signalisiere. Schliesslich überwies der Luzerner Kantonsrat das Postulat mit 72 zu 31 Stimmen teilweise. FDP und SVP waren dagegen. 

Grundlage bildet eidgenössische Regelung

Regierungsrat Fabian Peter (FDP) zeigte Verständnis für die Unzufriedenheit, verwies aber darauf, dass die jetzige Praxis ihre Grundlagen bei eidgenössischen Regelungen finde. Dennoch kündigte der Baudirektor an, die Diskussion bald wieder aufzunehmen.