GALERIE FISCHER: Doktoratsurkunde Einsteins wird versteigert

Im Juni 2009 kommt die originale Doktoratsurkunde von Albert Einstein (Ulm 1879-1955 Princeton) unter den Hammer. Diese wird durch die Luzerner Galerie Fischer durchgeführt.

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Die Doktoratsurkunde (links) und die Ehrendoktor-Urkunde. (Bilder pd)

Die Doktoratsurkunde (links) und die Ehrendoktor-Urkunde. (Bilder pd)

Der Text auf der zur Versteigerung gelangenden Dissertationsurkunde der Universität Zürich von 1906 lautet wie folgt, wie die Galerie mitteilt: «Unter der Oberhoheit der Behörden und des Volkes des Kantons und im Namen der Universität Zürich hat die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Sektion der Philosophischen Fakultät in ihrer Sitzung vom 27. Juli 1905 dem Herrn Albert Einstein von Zürich auf Grund seiner Dissertation, betitelt: 'Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen' und der vorschriftsgemässen Prüfungsausweise die Rechte und Würden eines Doktor der Philosophie verliehen und stellt zum Zeugnis dessen diese mit dem Universitätsstempel versehene Urkunde aus. Gegeben in Zürich 15. Januar 1906.»

Echtheitsbestätigung von 1975
Die Urkunde trage unten links die handschriftliche Unterschrift des Rektors Haub, rechts des Dekans (schwer entzifferbar), unten in der Mitte den Papiersiegel der «Academia Turicensis MDCCC XXIII», rechts den Papiersiegel «Philosophorurm Turicensium Ordo». Mitgeliefert wird eine Echtheitsbestätigung in englischer Sprache von John J. Crowley Jr. vom 3. April 1975.

Albert Einstein hatte sein «annus mirabilis» (Wunderjahr) im Jahre 1905. In diesem Jahr reichte er seine Dissertation ein, wofür ihm im darauf folgenden Jahr die Doktorwürde verliehen und die zur Versteigerung gelangende Urkunde übergeben wurde. In dieser Schrift beschreibt er, wie man die absolute Atomgrösse bestimmen kann. Ebenfalls im Jahre 1905 veröffentlicht er erstmals ein neues Prinzip, das er selbst als das «Relativitätsprinzip» von Raum und Zeit beschreibt sowie einen Artikel zu dem, was wir heute die Spezielle «Relativitätstheorie» nennen. Dieser enthält die wohl berühmteste aller Formeln: E = mc².

Ebenfalls zur Versteigerung gelange eine Ehren-Dissertationsurkunde der Universität Genf von 1909.

scd