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GAME: Allmählich werden die Pokémon-Jäger müde

Vor einem Monat hatte das Handyspiel die Luzerner fest im Griff. Doch nun scheint der Trend abzuflachen.
Noah Knüsel
Das Spiel Pokémon Go findet per Einblendung von Monstern in das laufende Kamerabild statt. (Bild: EPA / Remko de Waal)

Das Spiel Pokémon Go findet per Einblendung von Monstern in das laufende Kamerabild statt. (Bild: EPA / Remko de Waal)

Was für einen Unterschied ein Monat machen kann. Die amerikanische Investmentbank Axiom Capital Management liess die Nutzung der App Pokémon Go von mehreren Marktforschungsunternehmen auswerten. Wie die veröffentlichten Zahlen zeigen, beträgt die Anzahl der täglich aktiven Nutzer weltweit momentan ungefähr 30 Millionen. Tendenz: sinkend. Momentan spielen ein Drittel weniger Personen Pokémon Go als zu Spitzenzeiten Mitte Juli. Damals lagen die Nutzerzahlen bei rund 45 Millionen. Auch die Downloads und die täglich mit der App verbrachte Zeit sind rückläufig. Jedoch lassen sich die Zahlen immer noch sehen. Zum Vergleich: Das bekannte Mobile-Spiel «Angry Birds» hatte im Oktober 2012 täglich 20 bis 30 Millionen aktive Nutzer. Diese Zahlen bezogen sich aber auf alle vier bis dahin erschienenen Spiele der Marke.

Der Schulstart ist schuld

Bei den Geschäften am Sternenplatz, wo einer der Brennpunkte der Pokémon-Jagd war, bemerkt man tatsächlich einen Rückgang der Spieler. Dieser ist aber hauptsächlich auf den Beginn des neuen Schuljahres zurückzuführen. Denn laut Andrea Gehrig, Geschäftsführerin des Stadtkellers Luzern, tummeln sich zwar tagsüber längst nicht mehr so viele Pokémon-Begeisterte wie vor einem Monat. Gegen Abend jedoch sei die Zahl der Spieler in etwa konstant geblieben. Gehrig: «Die Pokémon-Jäger stören uns aber überhaupt nicht.»

Auch beim Schmuckgeschäft La Pierre, ebenfalls am Sternenplatz eingemietet, beobachtet man seit Mitte August markant weniger Spieler. Wie eine Angestellte unserer Zeitung berichtet, seien seit dem Schulbeginn fast keine Gamer mehr zu sehen.

Das Penthouse im Hotel Astoria hatte ebenfalls auf den Hype reagiert, allerdings nicht eben begeistert. In einem Facebook-Post hiess es: «Das Penthouse ist eine Bar/Club und hat somit keine Pokemons im Angebot!» Wie es auf Anfrage heisst, habe es im letzten Monat denn auch keine erwähnenswerten Zwischenfälle mit Pokémon-Jägern gegeben.

Aktion bereits beendet

Zu jenen, die aktiv vom Trend profitieren wollten, gehört die Firma Emmi mit ihrer YoBar an der Löwenstrasse. Mit Rabatten versuchte sie gezielt Spieler ins Geschäft locken. Mediensprecherin Sibylle Umiker von der Emmi erklärt nun: «Die Aktion, in deren Rahmen Pokémon-Jäger in der YoBar einen Rabatt erhalten haben, lief lediglich knapp drei Wochen. Das Abflauen des Pokémon-Trends hat deshalb keinen Einfluss auf den Geschäftsgang der YoBar.»

Der Hype scheint also abzuflachen. Ob diese Tendenz anhält, wird sich zeigen, denn die Entwickler versuchen, mit Updates und neuen Funktionen Gegensteuer zu geben. Genaue Aussagen sind jedoch schwierig zu treffen, denn in der schnelllebigen Internetwelt ist bekanntlich alles möglich.

Noah Knüsel

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